EBOOK

Herrn Sylvains verschlungener Weg zum Glück


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gebunden
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Juli 2008

Beschreibung

Beschreibung

Der neue Roman von Diane Broeckhoven Sylvain lebt mit seinen sechsunddreißig Jahren immer noch bei der Mutter und führt ein beschauliches Leben: ohne Frau, dafür mit der Schildkröte Gaby. Aber Gaby kann nicht alles ersetzen. Sylvains Vater hat die Familie schon vor Jahren wegen einer jüngeren Frau verlassen, die Schwestern sind fortgezogen; der gekränkten Mutter bleibt nur der jüngste Sohn, auf den sie all ihre Aufmerksamkeit und Liebe konzentriert. Doch Sylvain ist eindeutig kein Kind mehr, und das Leben mit seiner Mutter Julienne raubt ihm zusehends die Luft zum Atmen. Mit der längst geplanten Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien möchte Sylvain sich einen kleinen, kostbaren Urlaub von der mütterlichen Umklammerung verschaffen - doch ein schwerer Sturz Juliennes verhindert seine Abreise in letzter Minute. Hat sie den Unfall absichtlich herbeigeführt, um den Sohn erneut an sich zu binden? Enttäuscht beginnt Sylvain nun erst recht, um seine Freiheit zu kämpfen. Unfreiwillig leistet ihm die Mutter dabei Schützenhilfe: Ein Tagesausflug an die Nordsee, das Geburtstagsgeschenk von Julienne, eröffnet Sylvain völlig neue Perspektiven. Wenn er nicht nach Rumänien kommen kann, muß Rumänien eben zu ihm kommen ... Diane Broeckhoven erzählt voller Zuneigung, mit Feingefühl und Ironie von Enge und Freiheit, von Trennungsängsten, Notlügen und davon, wie einen unverhofft das Glück einholen kann. Wer sich einen Panzer zulegt wie Gaby, die Schildkröte, muß erst mal kräftig durchgerüttelt werden, um wirklich auf die Welt zu kommen. Ein neuer, witzig-rührender Roman der Autorin von "Ein Tag mit Herrn Jules" und "Eine Reise mit Alice".


Portrait

Diane Broeckhoven, 1946 in Antwerpen geboren, lebt nach 30 Jahren in den Niederlanden wieder in ihrer Geburtsstadt. Sie hat rund zwanzig Jugendbücher veröffentlicht, für die sie mit bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet wurde. "Ein Tag mit Herrn Jules" (C.H.Beck, 2005), ihr zweites Buch für Erwachsene, wurde in Deutschland zu einem Bestseller.
EAN: 9783406577406
ISBN: 3406577407
Untertitel: Roman. Originaltitel: Mise en bouteille.
Verlag: Beck C. H.
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Seitenanzahl: 159 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Jörn Pinnow
Format: gebunden

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

sternthaler75 - 21.01.2010, 14:56
Muttersöhnchen
Wenn ein Mann mit 36 als Muttersöhnchen betitelt wird, spricht das wohl für sich. Aber Sylvian nutzt die Gelegenheit, als seine Mutter nach einem Sturz über 2 Wochen im Krankenhaus liegt- er schneidet die Nabelschnur durch, kauft sich eine Wohnung... und sagt ihr klipp und klar, dass er bald auszieht. Darüber ist Mutter natürlich baff entsetzt, er kann sie doch in dieser Lage nicht allein lassen. Doch sie muß sich an den Gedanken gewöhnen... Das ist mein erstes Buch von Diane Broeckhoven, es hat mir recht gut gefallen, ist mal etwas für zwischendurch. Diese Art des Generationenkonfliktes ist ja nichts neues, und dieser schnelllebigen Zeit fällt gerade den Müttern das Loslassen sicher immer schwerer, aber Frau kann es schaffen.
Winfried Stanzick - 04.06.2009, 11:59
Ein Buch über Muttermänner, das Erwachsenwerden und eine ungewöhnliche Liebe
Ihre beiden letzten Kurzromane "Ein Tag mit Herrn Jules" und "Eine Reise mit Alice" haben viele Leserinnen und Leser begeistert. Setzte sie sich in diesen beiden Büchern mit dem Tod, den Lebenserinnerungen und der Trauer eines alten Menschen auseinander, ist die tragische und gleichzeitig sympathische Hauptfigur des neuen Buches ein 36 ¿jähriger Mann namens Sylvain, der immer noch bei seiner Mutter Julienne lebt, die es all die Jahre trefflich verstanden hat, ihn durch ihr hypochondrisches und anklammerndes Wesen an sich zu binden. Als er einen Mann kennen lernt und sich mit ihm anfreundet, sieht Sylvain eine Gelegenheit, aus den Fängen der Mutter zu entkommen. Er will den Freund bei einem Hilfstransport nach Rumänien begleiten, doch Julienne macht ihm wieder einen Strich durch die Rechnung, als sie einen Tag vor seiner Abreise stürzt. Er will schon aufgeben, da kommt sozusagen Rumänien zu ihm in Gestalt einer jungen Frau, Melba, die er kennen und lieben lernt, und die die seelische Abhängigkeit Sylvains von seiner Mutter nicht wie die anderen Frauen, die er dann und wann einmal traf, als Muttersohnschaft ablehnt und verachtet, sondern seinen Familiensinn und seine Sorge für seine Mutter als das sieht, was ihr durch ihre Herkunft wichtig ist und bleibt. Ein schönes Buch über Muttermänner, das Erwachsenwerden und eine ungewöhnliche Liebe.