EBOOK

Eine Frau zwischen Tradition und Weltoffenheit


€ 19,80
 
kartoniert
Sofort lieferbar
Juli 2008

Beschreibung

Beschreibung

Ein Mädchen vom Land erobert die Welt: Rauthgundis Baronin von Eberstein berichtet in ihrem Buch unverfälscht von ihrem Leben, das 1901 seinen Anfang nahm. Auf dem südlich von Berlin gelegenen Familiengut Genshagen durfte Rauthgundis ihrer Liebe zur Natur ungehindert frönen. Durch die "Einweisung" in ein Mädchenpensionat wurde ihre Freiheit heftig beschnitten. 1921 heiratete sie gegen den Willen ihrer Mutter einen bürgerlichen Offizier. Drei Kindern schenkte Rauthgundis das Leben, doch das Schicksal versagte ihr ein gesichertes Dasein. Durch Krieg, Flucht und Enteignung sah sie sich ihrer ererbten Lebensgrundlagen beraubt, so daß sie 1960 ihrem Freiheitswillen folgte und nach Amerika ging, wo sie einen Neuanfang wagte. Zu ihrem 100. Geburtstag feierte die unternehmungslustige Baronin ein rauschendes Fest.
EAN: 9783828025974
ISBN: 3828025978
Untertitel: Die Geschichte einer der ältesten deutschen Familien. - Was wußten die Ebersteins über den Heiligen Gral?. Mit 4 Farbfotos und 19 schwarzweiß Abbildungen.
Verlag: Frieling & Huffmann GmbH
Erscheinungsdatum: Juli 2008
Seitenanzahl: 336 Seiten
Format: kartoniert

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Apfelblüte - 15.09.2008, 18:19
Der Heilige Gral kommt näher
Das zu besprechende neue Buch "Eine Frau zwischen Tradition und Weltoffenheit" der Rauthgundis Baronin von Eberstein spielt überwiegend in dem Schloss ihrer Familie in Genshagen, 20 km Luftlinie von der Hauptstadt Deutschlands entfernt. In diesem Haus, das die Nazis schon enteignen wollten, in dem Mitglieder einer der bekanntetesten deutschen Familie vor einem Jahrhundert deutsche und preußische Geschichte schrieben, ist nach Enteignung und Renovierung durch den Staat mit äußerster Akribie vermieden worden, dass irgend etwas an die Ebersteins erinnert. Das geht soweit, dass sogar die Wappen dieser - von Ludwig Uhland in seiner Ballade "Graf Eberstein" besungenen - ältesten Familie Deutschlands, am Haus und Grundstückseingang zerstört wurden. Auch in der WEB-site der neuen Besitzer und ihrer staatlichen Organisation fehlt jeder Hinweis auf Beantwortung der natürlichen Frage eines jeden Besuchers dort in Genshagen: Wem gehörte dieses Haus früher, wer wohnte dort? Hier unterschlägt der Staat - denn er tagt mit seiner Regierung in diesem Schloss - deutsche und preußische Geschichte. Um die Schäbigkeit der durch Helmut Kohl, mittels einer Lüge möglich gemachten Enteignung fast aller Immobilien der ehemaligen DDR zu kaschieren?? Schlechtes Gewissen? Gott sei Dank hat das Buch der Rauthgundis von Eberstein damit ein Ende gemacht. Es spielt überwiegend in diesem Haus. Es ist erstaunlich, dass die Baronin erst kurz vor ihrem Tode mit 101 Jahren, mit der Aufzeichnung ihrer Memoiren begann. Was dabei herauskam ist sehr lesenswert. Besonders die Interpretation zum Heiligen Gral, die ihre Vorfahren, anlässlich deren Teilnahme an den Kreuzzügen, lieferten, ist äußerst interessant. Dieses Buch muss ein-gereiht werden in die historisch wichtigen Bücher über Preußens und Deutschlands Vergangenheit. Es ist flüssig, sehr interessant, teilweise spannend geschrieben und berichtet von einer Zeit, in der in diesem Haus bis Mitte 1935 ¿Die Welt¿ ein- und ausging. Ich brauche nichts zu wiederholen, was mein Vorgänger-Rezensent bereits berichtete. Lassen Sie sich überraschen von dem, was eine 95-jährige Autorin zum Leben in der Mitte Deutschlands vor über 100 Jahren berichtet. Ich wünsche dem Buch den Erfolg, den es verdient, nämlich viele Leser und fünf Sterne.
Sonnenaufgang - 10.09.2008, 09:30
Sonnenaufgang bei der ältesten Familie Deutschlands
Das hier zu besprechende Buch ist inhaltlich eine Rarität. Eine Rarität ist auch eine 95-jährige Schriftstellerin. In diesem Alter fing Rauthgundis Baronin von Eberstein an, Ihre Lebenserinnerungen aufzuschreiben. Und diese sind äußerst interessant und lesenwert. Sie wurden in zwei Jahrhunderten erlebt und gesammelt. Der Leser wird zunächst bekannt gemacht mit der möglicherweise ältesten Familie Deutschlands; später dann, in welchem Zusammenhang die Eberstein mit dem "Heiligen Gra" standen. Die Autorin führt den Leser durch den Aufstieg Deutschlands vom Beginn der Industrialisierung über den 1. Weltkrieg, durch die Zeit der Weimarer Republik, über das Auftauchen Hitlers, den 2. Weltkrieg, die diversen Enteignungen ihrer Familie durch drei Staatssysteme, der Neuanfang in den USA in der Nähe ihrer ausgewanderten Kinder, bis zu ihrem Briefwechsel mit Kanzler Kohl und Bundespräsident Weizsäcker von 1990-92. Die Autorin berichtet gekonnt und fesselnd. Ihre Erinnerungen sind voller interessanter Episoden, überwiegend erlebt in einem Haus, in dem über Jahrzehnte deutsche und preußische Geschichte geschrieben wurde, nämlich im Hause ihrer Vorfahren, in Schloss Eberstein in Genshagen, 20 km vom Potsdamer Platz in Berlin, entfernt. Dort ging bis Mitte der 30-er Jahre sozusagen die Welt aus und ein. Der Großvater der Autorin, Heinrich von Boetticher, Staatsminister und Vertreter Bismarcks war 2. Mann im Staate und schuf in dessen Auftrag Deutschlands erste Sozialgesetze zum Schutze der deutschen Arbeiterschaft. Und wenn er in Berlin keine Ruhe fand, was häufig der Fall war, so fuhr er mit seiner Kalesche und seinem Sekretär zu seiner zweitältesten Tochter nach Genshagen ins Schloss, vor der Reichshauptstadt, wo er in seinem ¿Grünen Salon¿ an seinem Sozialgesetzwerk arbeitete. Dort saßen Heinrich von Boetticher und Ernst von Stubenrauch, dem noch heute in Brandenburg bekannten Landrat des Kreises Teltow, mit anderen und machten Reichs- und Kommunalpolitik. Später trafen sich Hugenberg und andere im Schloss und politisierten. Die hochpolitische Verwandtschaft der von Boettichers mit den Ebersteins brachte Politiker und aufstrebende Wirtschaftsführer nach Genshagen ins Schloss. Dieses Buch berichtet in glänzender Form und ist ein Spiegel des Lebens einer couragierten Frau, die sich nie unterkriegen ließ. Interessant, flüssig geschrieben und lehrreich. Außerordentlich empfehlenswert. Deshalb 5 Sterne! Von Sonnenaufgang