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Deine Augen hat der Tod


€ 16,90
 
gebunden
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August 2008

Beschreibung

Kurzbeschreibung

In seinem früheren Leben war David Agent einer Eliteeinheit, ein Killer im Auftrag des Staates. Nach dem Ende des Kalten Krieges hat er sich eine normale Existenz aufgebaut. Doch als eines Nachts das Telefon klingelt, weiß er, dass man seiner eigenen Geschichte nicht entfliehen kann, egal wohin man geht. Angeblich zieht ein ehemaliger Kamerad eine Blutspur durch Amerika, und nur David kann ihn zur Strecke bringen. Innerhalb von Stunden muss er alles hinter sich lassen, sein Zuhause, seine Frau, seine Zukunft. Der gnadenlose Kampf mit einem Schatten beginnt und eine düstere Odyssee durch die Halbwelt Amerikas, wo Jäger zu Gejagten werden und der Feind zum eigenen Spiegelbild. In seinem unvergleichlichen Erzählton, der die Rasanz eines tödlichen Duells mit der Melancholie eines Roadmovies verbindet, lässt James Sallis seinen Helden immer tiefer in das amerikanische Herz der Finsternis vordringen, zu einem letzten Showdown mit den Geistern der Erinnerung.

Portrait

James Sallis wurde 1944 in Arkansas geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Er studierte Literaturwissenschaften in New Orleans und arbeitete anschließend als Lektor und Drehbuchautor. Er übersetzte Raymond Queneau und Puschkin ins Englische und veröffentlichte eine Biografie von Chester Himes. Bekannt wurde er mit seiner Romanreihe um den schwarzen Privatdetektiv Lew Griffin. Für seinen Roman "Driver" wurde er mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. James Sallis lebt in Phoenix, Arizona.
EAN: 9783935890564
ISBN: 3935890567
Untertitel: Roman. Originaltitel: Death will have your eyes.
Verlag: Liebeskind Verlagsbhdlg.
Erscheinungsdatum: August 2008
Seitenanzahl: 191 Seiten
Übersetzer/Sprecher: Übersetzt von Bernd W. Holzrichter
Format: gebunden

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Kundenbewertungen

Polar - 01.09.2008, 18:10
Motel
Wer Driver von James Sallis schätzt, wird womöglich enttäuscht sein von Sallis neuem Thriller. Im Mittelpunkt ein Schläfer, der durch einen Anruf wieder aktiviert wird. Der ehemalige Agent David hat sich in seinem neuen Leben bestens eingerichtet. Ihm scheint nichts zu fehlen. Doch er funktioniert sofort und schickt die ahnungslose Gabrielle fort, damit ihr nichts passiert. Dieser Anfang verspricht mehr als die Geschichte im Verlauf hält. Sie wandelt sich unversehens in ein Roadmovie. Wie bei einem Stationendrama folgen wir dem Agenten von Ort zu Ort, doch dem Plot haftet manchmal etwas Kulissenhaftes an. David bewegt sich durch Amerika, trifft auf ehemalige Kollegen, die ihm mehr oder weniger verdächtig vorkommen. Die wirkliche Bedrohung für ihn ist nicht glaubhaft. Egal, ob man ihn umzubringen versucht, oder er es der Gegenseite lediglich unterstellt. Er kommt einem in der Welt der Agenten wie ein Fremder vor. Zwar hangelt sich der Plot an der Geschichte eines aus der Kontrolle geratenen ehemaligen Killers entlang, zwar tauchen immer wieder Menschen aus der Vergangenheit auf, aber sie tritt zu oft auf der Stelle. Dann erzählt Sallis über sein Land, über Gedichte von Pavese, dann erdrückt der Literaturwissenschaftler den Thrillerautor. Es sind Reflexionen, die zum Innehalten einladen, weniger um die Spannung zu steigern. Auch das Ende überzeugt nicht. Mit welcher Rasanz Sallis zu erzählen vermag, zeigt sich in Driver. Wer den Vergleich nicht kennt, kommt vielleicht zu einem anderen Urteil. In Deine Augen hat der Tod dient der Thriller nicht der atemberaubenden Spannung, sondern einem Bild von Amerika entlang des Highways. Dafür besitzt Sallis ein gutes Auge und die Sprache, um davon zu erzählen.