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Die Regentrude


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Februar 2009

Beschreibung

Beschreibung

"Da begann zu ihren Füßen ein neues Wunder. Wie ein Hauch rieselte ein lichtes Grün über die verdörrte Pflanzendecke, die Halme richteten sich auf, und bald wandelte das Mädchen durch eine Fülle sprießender Blätter und Blumen."Seit langem hatte es nicht mehr geregnet, es war der heißeste Sommer seit hundert Jahren. Kein Grün war noch zu sehen, die Tiere dürsteten auf den Feldern und auch die Bauern litten unter der Dürre, da die Erträge ausblieben. Nur dem Wiesenbauer macht die Trockenzeit nichts aus, da sein Wiesenland ein Sumpfgebiet ist, so dass er immer reicher wird. Als seine Nachbarin sich darüber beklagt, dass die Regentrude eingeschlafen sei, macht sich der Wiesenbauer über ihren Aberglauben lustig. Obwohl er von Andrees, dem Sohn der Nachbarin, als möglichen Schwiegersohn nichts hält, verspricht er, der Heirat zuzustimmen, wenn es seiner Nachbarin in vierundzwanzig Stunden gelingt, dass es regnen wird. Durch Zufall und List erfährt Andrees vom Feuermann den Zauberspruch, mit dem man die Regentrude aufwecken kann und wie man zu ihr gelangt. So machen sich an einem frühen Morgen Andrees und Maren auf den Weg. Sie finden die Regentrude, die schließlich aufwacht und nun auch die Natur erwecken kann.

Portrait

Theodor Storm, geb. am 14. September 1817 in Husum. Der Rechtsanwalt wurde 1852 von den Dänen wegen politischer Opposition ausgewiesen und kehrte 1864 als Landvogt in seine nun deutsch gewordene Heimatstadt zurück. Ab 1879 war Storm Amtsgerichtsrat. Er starb am 4. Juli 1888 in Hademarschen. Storm gilt als einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus. In seinem Werk ist Storm thematisch den Menschen und der Landschaft seiner Heimat zugewandt und als Künstler der Spätromantik verpflichtet, besonders in seiner liedhaft-innigen, formstrengen Natur- und Bekenntnislyrik. Seine Hauptleistung aber liegt in der Novelle. 58 solcher Novellen umfasst sein Werk, das von lyrisch gestimmten und wehmütig verklärenden Texten bis zu realistischen, stark handlungsbetonten Schicksals- und Chroniknovellen reicht. Immer wieder stellt Storm dabei die menschlichen Leidenschaften und den Kampf des einzelnen gegen überlegene Mächte mit herber, oft tragischer Gefasstheit dar.


Pressestimmen

" Es ist eine von den Geschichten, die man gar nicht oft genug hören kann, und deshalb ist es ein Glück, dass wir die wunderbare Rosemarie Fendel haben, die uns die Regentrude vorliest, als lägen wir mit Masern im Bett...
Diese Aufnahme, dezent eingerahmt von Harfenmusik (Camilla Baier), dauert 67 Minuten, mit anderen Worten: Wir gewinnen eine gute Stunde Hörensglück."
Ulrich Greiner, DIE ZEIT 12.03.09
EAN: 9783937337333
ISBN: 3937337334
Untertitel: Lesung mit Musik. Empfohlen ab 8 Jahre. Laufzeit ca. 67 Minuten.
Verlag: UCCELLO - Gut zu hören
Erscheinungsdatum: Februar 2009
Übersetzer/Sprecher: Vorgelesen von Rosemarie Fendel
Format: CD's

Durchschnittliche Kundenbewertung

Kundenbewertungen

Uli Geißler - 19.02.2009, 13:19
Klassische Wettergeschichte warmherzig erzählt
Ob Theodor Storm seinerzeit schon den Klimawandel im Fokus hatte, ist eher unwahrscheinlich, wenngleich in der Erzählung um die mutige Maren und ihren Geliebten Andrees die ungewöhnlichen Witterungsbedingungen Thema sind. Aber auch der Aberglaube spielt eine Rolle, denn Marens Mutter Stine hält die so genannte "Regentrude" für die Schuldige an dem zu heißen Sommer und dem mangelnden aber bitter nötigen Regen. Andrees Vater kann darüber nur lachen und in seiner Selbstgefälligkeit verspricht er ihrer Tochter sogar den Sohn zum Ehemann, wenn die wundersame Wetterfrau es regnen ließe. Mit voller, warmherziger Stimme erzählt Rosemarie Fendel die alte Geschichte, spielt ein wenig mit den Stimmlagen und verströmt eine angenehme Gemächlichkeit. Egal, ob draußen die Sonne brütet oder der Regen hernieder platscht - die Geschichte, sanft und passend mit der Harfenmusik von Camilla Baier begleitet, vertreibt schnell jedweden möglichen Ärger sowohl über das eine als auch über das andere Witterungsextrem. © 10/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.