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Webers Protokoll


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Februar 2009

Beschreibung

Beschreibung

Konrad Weber ist stellvertretender Leiter des deutschen Generalkonsulats in Mailand, 1943 eine scheinbar friedliche Enklave, die ihn vor der nationalsozialistischen Diktatur und dem Krieg schützt. Beim Einmarsch deutscher Truppen in Italien wird ihm der im diplomatischen Dienst unerfahrene, weit jüngere Parteischnösel Palmer vor die Nase gesetzt, der das Konsulat bis unter das Dach nazifizieren soll. Palmer entdeckt Unstimmigkeiten in den Rechnungsbüchern, die in die Verantwortung Webers fallen. Dieser hat für den Bau einer Deutschen Schule bestimmte Gelder in der Schweiz auf eigene Rechnung angelegt. Geschäftsmann Wendler, ein dubioser Bekannter von Weber, hilft ihm nicht ohne eigenen Vorteil aus der verfahrenen Situation und vermittelt ihm ein riskantes Geschäft: Weber soll unter dem Schutz seines diplomatischen Status Verfolgten des faschistischen Regimes falsche Pässe und Visa beschaffen. Eine gefährliche Aufgabe. Als er 1944 vor einer drohenden Verhaftung gewarnt wird, setzt Weber sich in die Schweiz ab. Anfang der Fünfzigerjahre versucht Weber wieder in den diplomatischen Dienst zu kommen. Er stößt jedoch auf unerwartete Widerstände. Mit seinem Passhandel hat er zwar eindeutige Widerstandshandlungen geleistet. Doch ist sein Lebenswiderspruch, dass er aus eigennützigen Motiven gehandelt hat. Der Romanerstling von Nora Bossong Gegend (FVA 2006) wurde von der Kritik als eine der wichtigsten Neuerscheinungen der vergangenen Jahre gefeiert. Nun legt die junge Autorin ihren zweiten Roman vor, Webers Protokoll: Eine junge Erzählerin rekonstruiert mithilfe eines alten Diplomaten Webers Vergangenheit. Entstanden ist ein kunstvoll über mehrere Zeitebenen konstruierter, spannender Roman über einen deutschen Diplomaten unter Hitler und in einem Nachkriegsdeutschland, in dem jeder das Vergangene vergessen machen will.

Portrait

Nora Bossong, geboren 1982, lebt in Berlin und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Stipendium der Stiftung Niedersachsen und dem Bremer Autorenstipendium. Für ihren Debütroman "Gegend" (FVA 2006) erhielt sie das Leipziger Literaturstipendium und das Prosawerk-Stipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung. 2007 erschien ihr Gedichtband "Reglose Jagd" (zu Klampen). Bis Februar 2009 hält sie sich als Stipendiatin im Deutschen Haus in New York auf.

Pressestimmen

"Ein spannender, fulminanter Roman. Die Sprache lebt ungemein, es ist phantastisch, wie viele Stimmen man in Webers Protokoll hört. Ein, ja, magischer Roman." SWR2
EAN: 9783627001599
ISBN: 3627001591
Untertitel: Roman.
Verlag: Frankfurter Verlags-Anst.
Erscheinungsdatum: Februar 2009
Seitenanzahl: 283 Seiten
Format: gebunden
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