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Kulturelle Einstellungen leitender Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen


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Oktober 2007

Beschreibung

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Patrick Glogner untersucht die kulturellen Einstellungen leitender Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen und weist hier deutliche Unterschiede nach, z.B. im Selbstverständnis als kulturpolitische Akteure, in den Kriterien der Kulturförderung und in der Relevanz von Konzepten wie der Neuen Kulturpolitik oder der Kulturpflege.

Inhaltsverzeichnis

Die Kultur gestaltende Bedeutung der kulturellen Einstellungen leitender Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen
Zum Wandel leitender Kulturbegriffe und Kulturpolitikverständnisse seit dem Ende des 2. Weltkriegs
Soziale Bedingungen der Entwicklung kultureller Einstellungen bei leitenden Mitarbeitern kommunaler Kulturverwaltungen

Portrait

Dr. Patrick Glogner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Institut für Kulturmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

Leseprobe

Einleitung (S. 1)

So vielfaltig der Kulturgeschmack von Menschen ist, so verschieden können auch ihre Ansichten darüber sein, was unter Kultur zu verstehen ist oder welche Funktionen Kultur für sie persänlich sowie für die Gesellschaft im Allgemeinen übernehmen soll. In der gegenwärtigen kulturmanagerialen wie auch in der kultursoziologischen Forschung besteht ein großes Interesse an den kulturellen Präferenzen und Einstellungen der Kulturnachfrager und deren wissenschaftlichen Differenzierung zu Lebensstilgruppen, was sich in einer Vielzahl von Studien und Befunden widerspiegelt. Selten wird dagegen gefragt, welche kulturellen Präferenzen und Einstellungen die Kulturanbieter haben, d. h. Kulturproduzenten, Kulturpädagogen, Kulturmanager und Kulturverwalter. Beispiele für kulturelle Einstellungen in diesem Zusammenhang sind Einstellungen

zu Kulturbegriffen und -definitionen,

zu Kulturnützern und Arten der Kultrnützung,

zu kulturpolitischen Zielen, Wirkungsintentionen und Förderkriterien sowie

zum Kulturmanagement.

Auch wird bisher nur selten thematisiert, welche Bedingungen für die Entwicklung der kulturellen Einstellungen dieser Berufsgruppen bedeutsam sind. Ebenso wenig wird die Möglichkeit einer Binnendifferenzierung von Kulturanbietern unter Berücksichtigung ihrer kulturellen Präferenzen und Einstellungen in Betracht gezogen, wie es bei Nutzeruntersuchungen schon lange üblich ist. Empirische Forschungsaktivitäten zu Fragestellungen dieser Art gibt es kaum. Dieses Forschungsdefizit ist sehr überraschend, wenn man bedenkt, dass der besagte Personenkreis die öffentliche Kulturförderung und das öffentliche Kulturangebot Deutschlands nachhaltig prägt und gestaltet.

Gerade aufgrund der großen Bedeutsamkeit der verantwortlichen Berufsgruppen des öffentlichen Kulturbetriebs ist aus kultursoziologischer, -politischer und -managerialer Sicht nach den Bedingungen der kulturellen Ein
stellungen zu fragen, die ihrem tagtäglichen professionellen kulturellen Handeln zugrunde liegen. Überraschend ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass vor allem seit den siebziger Jahren auf der einen Seite große Anstrengungen in die Diskussion um gewandelte Kulturverständnisse sowie in die Formulierung kulturpolitischer und kulturmanagerialer Positionen und deren Vermittlung bei den verantwortlichen Akteuren investiert worden sind, gleichzeitig aber auf der anderen Seite kaum Bestrebungen bestehen, systematisch zu untersuchen, inwiefern diese Positionen bei den verantwortlichen Akteuren im öffentlichen Kulturbetrieb tatsächlich Relevanz haben und sich in ihren persönlichen Einstellungen niederschlagen.

Besonders bedeutsam für die genannten Fragestellungen ist die Berufsgruppe der leitenden Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen. Zum einen sind es nach wie vor die Kommunen, die einen erheblichen Anteil der öffentlichen Kulturforderung in Deutschland übernehmen, zum anderen handelt es sich hier um einen juristisch wenig reglementierten Bereich mit großen Gestaltungsmöglichkeiten und Entscheidungsspielräumen für die Kommunen.

Leitende Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen sind in nähezu jeder großeren Gemeinde bzw. Stadt Deutschlands an den kulturellen Entscheidungsprozessen beteiligt und haben einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die kulturellen Positionen und Ziele der Kommunen. Unter leitenden Mitarbeitern kommunaler Kulturverwaltungen sind hier und im Folgenden - das sei vorab bemerkt - ausschließlich Leiter von Kulturämtern, von Fachbereichen und Sachgebieten Kultur, von Kulturbüros etc. gemeint und nicht Personen in (kultur-)politischen Positionen.

Die vorliegende Studie nimmt sich des geschilderten Forschungsdefizits an. Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche kulturellen, kulturpolitischen und kulturmanagerialen Einstellungen leitende Mitarbeiter kommunaler Kulturverwaltungen aufweisen und inwiefern diese Ei
nstellungen in Beziehung zur Jahrgangszugehörigkeit, zum Studien-Ausbildungsschwerpunkt sowie zur regionalen Herkunft stehen. Von Interesse ist des Weiteren, welche Einstellungen bei leitenden Mitarbeitern kommunaler Kulturverwaltungen zur eigenen Rolle im Rahmen der kulturpolitischen Willensbildung auf kommunaler Ebene bestehen und ob private kulturelle Einstellungen, kulturpolitische sowie kulturmanageriale Einstellungen miteinander zusammenhängen.

Pressestimmen

"Die Ergebnisse sind [...] auf jeden Fall erhellend und sehr nützlich für die weitere kulturpolitische Diskussion. Das betrifft sowohl die teilweise große Homogenität der Antworten als auch die Unterschiede, besonders da, wo sie mit Altersgruppen, Ost-West-Erfahrungen und den verschiedenen Ausbildungsgängen in direktem Bezug stehen." kulturpolitische mitteilungen, 121/2008

Technik

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EAN: 9783835090057
Untertitel: Empirisch-kultursoziologische Untersuchungen. 2006. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 11.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Seitenanzahl: xvii233
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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