EBOOK

Lebensstrategien


€ 54,99
 
pdf eBook
Sofort lieferbar (Download)
November 2007

Beschreibung

Beschreibung

Dr. Jörn Oldenburg entwickelt einen neuen interdisziplinären Ansatz, der selbstzerstörerische Tendenzen frühzeitig aufzeigen soll. Er integriert Aspekte der Suizidalität, der Systemtheorien und der betriebswirtschaftlichen Krisenforschung in einem offenen rekursiven Simulationsmodell, das auf dem Sensitivitätsmodell Prof. Vester® aufbaut.

Inhaltsverzeichnis

Suizidalität

Systemtheoretischer Bezugsrahmen

Früherkennung in der Betriebswirtschaftslehre

Ein System-Modell zur Früherkennung von Suizidalität

Epilog: Entwicklungen spielen - spielend entwickeln

Portrait

Dr. Jörn Oldenburg promovierte bei Prof. Dr. Egbert Kahle am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Entscheidung und Organisation, der Universität Lüneburg. Er ist seit 1996 als Dozent und als Wirtschafts- und Unternehmensberater tätig.

Leseprobe

2 Suizidalität (S. 11)

Der Selbstmord ist ein Ereignis der menschlichen Natur, welches, mag auch darüber schon soviel gesprochen und gehandelt sein als da will, doch jeden Menschen zur Teilnahme fordert und in jeder Zeitepoche wieder einmal verhandelt werden muß."

(Johann Wolfgang von Goethe)

Der Suizid berührt schon lange das Forschungsinteresse verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen. So versuchten und versuchen vorwiegend Mediziner, Psychologen, Psychoanalytiker und Epidemiologen aber auch Soziologen, Philosophen, Theologen und Biologen Erklärungs- und Verstehensansätze für die Suizidalität aus ihrer jeweiligen Perspektive zu entwickeln. Heute ist daher eine Übersicht über die Publikationen zum Suizid kaum noch möglich, da diese zu zahlreich sind und das Gebiet zu unübersichtlich geworden ist." (Gerisch et al. 2006).

Im Rahmen und unter der Zielsetzung dieser Arbeit kann es nicht darum gehen, eine vollständige Übersicht über den aktuellen Stand der Suizidforschung zu liefern. Hier sollen die etablierten Forschungsbereiche mit ihrer historischen Entwicklung und ihren aktuellen Hauptvertretern kurz beschrieben werden. Um den aktuellen Stand der Forschung zu gewährleisten, war die Dokumentation der Frühjahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention im März 1999 hilfreich.

Zum Thema ,Entstehungsbedingungen für Suizidalität wurden Referenten aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen eingeladen, die aufgrund ihrer jahre- bis jahrzehntelangen klinischen und wissenschaftlichen Erfahrungen kompetent über ihr Thema Auskunft geben konnten" (Bronisch et al. 2002, V). Die Referenten sollten hierbei den auf empirischen Studien basierenden aktuellen Forschungsstand mit einer persönlichen Wertung vortragen.

Die Aktualität konnte am 27. 2. 2007 auf einer weiteren Fachtagung zum Thema Suizidalität und Suizidprävention überprüft werden, zu der das Institut für Rechtsmedizin a
m Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf führende Experten in die Ärztekammer Hamburg eingeladen hatte. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser Tagungen und der Auswertung aktueller wissenschaftlicher Arbeiten werden im folgenden die wichtigsten Begriffe und Erklärungsansätze für Suizidalität skizziert.

2.1 Begriffe

Während sich Motive und Anlässe für Suizidalität im Zeitablauf kaum gewandelt haben, wurde die Beurteilung einer Suizidhandlung immer wieder geändert, was sich auch in unterschiedlichen Begriffen widerspiegelt.

Suizid

Der aus dem Lateinischen stammende Begriff ,sui caedere [sich selbst töten] wird heute im englischen [suicide] und deutschen [Suizid] wissenschaftlichen Sprachgebrauch als wertfreier Begriff verwendet. Suizid beschreibt eine Handlung, mit der ein Mensch willentlich durch eigenes Tun seinen Tod herbeiführt.

Selbstmord

Der im Einflussbereich der christlichen Kirche entstandene Begriff ,Selbstmord drückt ein moralisches Werturteil aus, das die Selbsttötung als Mord ablehnt und verurteilt. In Deutschland waren Selbsttötungsversuche bis zum Ende des 18. Jahrhunderts strafbar, in Großbritannien noch bis in die 1960er Jahre. Heute werden in Deutschland die Begriffe Suizid und Selbstmord weitgehend synonym verwendet, wie die wertfreie Definition von Durkheim unterstreicht:

Man nennt Selbstmord jeden Todesfall, der direkt oder indirekt auf eine Handlung oder Unterlassung zurückzuführen ist, die vom Opfer selbst begangen wurde, wobei es das Ergebnis seines Verhaltens im voraus kannte. Der Selbstmordversuch fällt unter dieselbe Definition, bricht die Handlung aber ab, ehe der Tod eintritt." (Durkheim 1999, 27).

Freitod

Der Begriff Freitod stellt die eigene Freiheit und Möglichkeit des Menschen heraus: Jedem ist es erlaubt, sein Leben frei zu gestalten und zwar soweit, dass auch der Tod als Ziel gewählt werden kann. Der Philos
oph Amery (1976) definiert den Freitod als letzte und höchste Möglichkeit des Menschen, seine individuelle Freiheit zu erleben und zu verwirklichen".

Pressestimmen

"Der Autor kommt zu interessanten, neuartigen Ergebnissen, die der vorwiegend medizinisch-psychologisch ausgerichteten Suizidprävention einige neuartige Impulse geben können. Die Arbeit ist formal von hoher Qualität, sowohl was Aufbau, Gestaltung und lesbarkeit anbetrifft. Durch gekonnte grafische Veranschaulichung (z.B. zahlreiche Schaubilder) wird dem Leser zudem der Zugang zum Textverständnis erleichtert. Es handelt sich um eine Arbeit, die erstens hohen theoretischen Ansprüchen genügt und zwietens in ihren Ergebnissen und Schlussfolgerungen von einige Relevanz für praktische Krisenhilfe und Suizidprävention ist." www.socialnet.de, 07.03.2009

Technik

Dieses eBook wird im PDF-Format geliefert und ist mit einem Adobe DRM-Kopierschutz versehen. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die PDF und Adobe DRM unterstützen:

  • tolino Reader
    Öffnen Sie das eBook nach der automatischen Synchronisation auf dem Reader oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie das eBook mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions auf ein Standard-Lesegeräte mit PDF- und Adobe DRM-Unterstützung.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die eBook.de READER App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für PDF-eBooks mit Adobe DRM.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen über "Jetzt lesen" im Browser, oder mit der kostenlosen Lesesoftware Adobe Digital Editions.

Schalten Sie das eBook mit Ihrer persönlichen Adobe ID auf bis zu sechs Geräten gleichzeitig frei.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

EAN: 9783835054653
Untertitel: Ein Simulationsmodell zur Früherkennung von Suizidalität und Optionen zur Stärkung der Lebensfähigkeit. 2007. Auflage. Dateigröße in MByte: 60.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: November 2007
Seitenanzahl: xvi209
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben