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Abschlussprüfung und Geschäftsrisiko


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Dezember 2007

Beschreibung

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Robert Link zeigt, dass zur Erfüllung des gesetzlichen Prüfungsauftrags fundierte Kenntnisse hinsichtlich der Geschäftstätigkeit des zu prüfenden Unternehmens und der daraus resultierenden Geschäftsrisiken benötigt werden. Er untersucht, wie die prüfungstechnischen Voraussetzungen konkretisiert und die Anforderungen an die Abschlussprüfung erfüllt werden können und unter welchen Bedingungen ein geschäftsrisikoorientiertes Prüfungsvorgehen zur Verbesserung der Prüfungsqualität und -effizienz beiträgt.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung eines Geschäftsrisikoverständnisses
Gesetzliche Prüfungsnormen vor dem Hintergrund eines geschäftsrisikoorientierten Prüfungsprozesses
Ausgewählte berufsständische Verlautbarungen
Bedeutende Entwicklungen der Corporate Governance und ihre Auswirkungen auf die Abschlussprüfung in Deutschland
Grundmodell des geschäftsrisikoorientierten Prüfungsprozesses und kritische Würdigung
Das überarbeitete Audit Risk-Modell des IAASB

Portrait

Dr. Robert Link war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Hans-Joachim Böcking an der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insb. Wirtschaftsprüfung und Corporate Governance der Universität Frankfurt am Main. Er ist als Assistent des Vorstandes bei KPMG Deutsche Treuhand Gesellschaft AG in Berlin tätig.

Leseprobe

2 Grundlagen der Untersuchung (S. 7)

2.1 Theoretische Ausgangsbasis

2.1.1 Unternehmen als Koalition von Stakeholdern

Die Funktionen der Abschlussprüfung können nicht losgelöst von den Zielen und Zwecken des Prüftungsobjekts, dem Jahresabschluss , bzw. dem Lagebericht, gesehen werden. Die Ziele des Prüfungsobjekts variieren mit den unterschiedlichen Adressaten der Rechnungslegung. Theorien hinsichtlich der Adressaten der Rechnungslegung müssen indes ihrerseits parallel zu den Entwicklungen der Unternehmenstheorie verlaufen, sofern die Unternehmensrechnung bzw. deren Berichterstattung nicht losgelöst vom Unternehmen , ,entstehen soll.

,,Diese Parallelitöt der Unternehmenstheorie und Rechnungslegungstheorie hat dazu geführt, daß sich mit der Weiterentwicklung der Unternehmung auch die Auffassungen über die Zielträger des Jahresabschlusses [und des Lageberichts, Anm. d. Verf.] neu gestellt haben. Demzufolge bildet zunächst die Frage nach einer Theorie des Unternehmens den Ausgangspunkt.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher unternehmenstheoretischer Konzepte. , Als Gründe für die größte Anzahl verschiedener Ansätze können insbesondere realgeschichtliche Einflüsse sowie ideengeschichtliche Entwicklungen angeführt werden. , Denmach dienten unternehmenstheoretische Konzepte stets auch zur Lösung praxisnäher Fragestellungen und als Erklärungsmuster für wirtschaftliches Handeln, womit sie sich auf Problemstellungen und Entwicklungen der jeweiligen Zeit beziehen.

Daneben werden sie auch durch das vorhandene theoretische Rüstzeug sowie das mathematische Instrumentarium geprägt. , Nahezu allen Theorien ist gemeinsam, dass sie sich ,,mit dem Verhalten von Unternehmen auf Märkten in im Prinzip marktwirtschaftlich verfälten Wirtschaftsordnungen (...) befassen . Die in den 1920er Jahren aufgekommene Theorie vom ,,Unternehmen an sich", , wonach ein Unterneh
men einen von den Aktionären unabhängigen Eigenwert besitzt und ein selbstständiges Interesse wahrnimmt, kann als gescheitert angesehen werden.

Eine Organisation ist vielmehr Mittel zum Zweck der dahinter stehenden Personen. ,,Wenn also vom Interesse des Unternehmens gesprochen wird, so verbergen sich dahinter Interessen von Personen(gruppen).,, Diesem Gedanken folgt auch die auf Barnard und Simon zurückgehende ,,Theorie des organisatorischen Gleichgewichts" (Anreiz-Beitrags-Theorie). , Nach dieser kann ein Unternehmen als Ansammlung bzw. Koalition von Personen gesehen werden.

Dabei erhalten die Koalitionsmitglieder für ihre Teilnahme an dem Unternehmen materielle und immaterielle Anreize, wofür sie im Gegenzug bestimmte Beiträge zu leisten haben. Im Falle der Anreiz- Beitrags-Theorie ist eine Person bereit, ein Vertragsverhältnis mit dem Unternehmen einzugehen, wenn sich durch den Eintritt ihr (subjektiver) Nutzen erhöht. Eine Person verbleibt in dem Unternehmen, wenn ihr Netto-Nutzen aus erhaltenen Vergütungen und eingesetzten Beiträgen größer ist als der Netto-Nutzen bei einem Ausstieg.

Da das Unternehmen durch die Handlungen seiner Teilnehmer und die damit zusammenhängende Struktur seiner Vertragsbeziehungen charakterisiert werden kann, sind Ein- und Austritte einzelner Personen möglich, ohne dass sich das Gefüge des Unternehmens grundsätzlich ändert. , Cyert/March betonen in ihrer verhaltenswissenschatlichen Unternehmenstheorie insbesondere die in der Koalition bestehenden unterschiedlichen Interessens(gruppen).

Auch wenn eine abschließende Aufzählung aller beteiligten Untergruppierungen nicht möglich ist, da die Koalition grundsätzlich als ein offenes System für jeden zugänglich bleibt, lassen sich bei einer Fokussierung auf einen bestimmten zeitlichen und funktionalen Ausschnitt die wesentlichen Klassen der beteiligten Koalitionsmitglieder identifizieren. ,

Genannt werden in diesem Zusammenhang u.a. Eigenkap
italgeber/Eigentümer, Fremdkapitalgeber, Management, Mitarbeiter, Kunden sowie Lieferanten. Diese Gruppen können unter den Begriff der Stakeholder zusammengefasst werden. Nach Freeman werden als Stakeholder Personengruppen oder Individuen bezeichnet, die das Unternehmen beeinflussen oder die durch die Erreichung der Unternehmensziele beeinflusst werden.

Technik

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EAN: 9783835091108
Untertitel: Normative Anforderungen an die Abschlussprüfung und ihre Erfüllung durch einen geschäftsrisikoorientierten Prüfungsprozess. 2006. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 17.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Seitenanzahl: xxvii347
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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