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Praxishandbuch Treasury-Management


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Januar 2008

Beschreibung

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Über 30 Autoren aus Beratungspraxis und Wirtschaft arbeiten sowohl Standardthemen wie Liquiditätsmanagement, Risikomanagement und Finanzierung als auch Trends wie Hedge Accounting, IFRS und Working Capital Management fundiert und anwendungsorientiert auf.

Inhaltsverzeichnis

Liquiditätssteuerung und Cash Managment

Finanzierung

Bilanzstrukturmanagement

Treasury Accounting

Working Capital Management

Asset Backed Finance

Risikomanagement

Zinsmanagement

Commodity Management

Ratingverhandlungen

Innenansichten

Portrait

Dr. Peter Seethaler und Markus Steitz sind beide Partner im Geschäftsbereich Advisory der KPMG in Frankfurt/Main. Sie verantworten den Bereich Finanz- und Treasury Management.

Leseprobe

1.4 Bankenpolitik (S. 188-189)

1.4.1 Relationship-Ansatz

Üblicherweise zeichnet es die Treasurypolitik von Unternehmen aus, eine Abhängigkeit von einer oder mehreren Banken zu vermeiden, gleichzeitig soll die Gesamtzahl der Bankbeziehungen übersichtlich bleiben. Daher wird eine Kernbankengruppe definiert, mit der eine intensivere Geschäftsbeziehung gepflegt wird. Grundlage für die Geschäftsbeziehung ist die Bereitstellung von Kreditlinien seitens der Banken. Banken wiederum stellen zunehmend Kreditlinien nur in der Erwartung bereit, entsprechendes Anschlussgeschäft zu erhalten. Erst durch das provisionsträchtige Anschlussgeschäft wird für viele Banken eine Linienbereitstellung profitabel.

Dies ist insbesondere bei aggressiv verhandelten Konditionen der Kreditlinie der Fall. Die Intensität der Geschäftsbeziehung spiegelt die Höhe der bereitgestellten Kreditlinien und die Expertise der Relationship-Banken wider. Banken, die ein höheres Kreditvolumen bereitgestellt haben, erwarten eine größere Kontrahierung von Anschlussgeschäft. Die Wechselbeziehung zwischen der Kreditlinienbereitstellung auf der einen Seite und der Verteilung von Anschlussgeschäft auf der anderen Seite wird als Relationship-getriebene Linienbereitstellung bzw. als Relationship Deal" verstanden.

1.4.2 Gleichbehandlungsgrundsatz

Grundsätzlich ist bei einem Relationship Deal auf die Gleichbehandlung der Banken bei der Konditionengestaltung, der Dokumentation und insbesondere der Geschäftsverteilung zu achten. Die Gleichbehandlung der Banken ist allerdings abhängig von der gewählten Transaktionsstruktur. Bei einer Transaktionsstruktur, z. B. mit einem Bankensyndikat (Zusammenschluss mehrer Banken), teilt sich das Syndikat meistens in verschiedene Ebenen (Lead Arranger, Co Arranger etc.) auf. Die einzelnen Ebenen werden häufig als Relationship- Kategorie erster, zweiter und gegebenenfalls dritter
Ordnung bezeichnet.

Die unterschiedlichen Ebenen werden über die von den Banken bereitgestellten Kreditvolumina definiert. Wird eine Transaktion mit einem Bankensyndikat gewählt, muss die Gleichbehandlung zumindest innerhalb einer Relationship-Kategorie sichergestellt werden. Wird eine Transaktionsstruktur gewählt, in der alle Banken das gleiche Kreditvolumen bereitstellen, sollte den Banken Chancengleichheit für Anschlussgeschäfte zugesagt werden.

Unabhängig von der gewählten Transaktionsstruktur ist es aufgrund der verschiedenen Geschäftsmodelle der Banken regelmäßig schwierig, eine absolute Gleichbehandlung der Banken sicherzustellen. Eine absolute Gleichbehandlung über Zuteilung von Anschlussgeschäft widerspricht auch den Bemühungen, Wettbewerb unter den Banken zu intensivieren. Daher ist es üblich geworden, die Gleichbehandlung nicht mehr als gleiche Zuteilung zu verstehen, sondern Gleichbehandlung als gleiche Chance im Wettbewerb mit anderen Banken um auktioniertes, lukratives Folgegeschäft zu interpretieren.

Damit erwirbt die Bank mit der Bereitstellung der Kreditlinien die Gelegenheit, sich chancengleich mit ihren Wettbewerbern um lukratives Folgegeschäft zu bemühen. Solche Mandate (z. B. Emissions- oder M&,AMandate) sind dann folgerichtig im Zuge eines Beauty Contest" zu vergeben. 1.4.3 Bankenkreis Ein großes Kreditvolumen ist nur durch einen entsprechend großen Kreis von Relationship- Banken darstellbar.

Der Bankenkreis sollte Banken mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen umfassen, damit alle Bereiche des Investment und Corporate Banking umfasst werden. Damit wird die bestmögliche Abdeckung allen relevanten Know-hows aus dem bestehenden Bankenkreis heraus erreicht. Eine entsprechende Anzahl von Banken stellt sicher, dass unter den Banken grundsätzlich Wettbewerb um die vom Unternehmen nachgefragten Produkte erzeugt wird.

Hierdurch entstehen entsprechende Qualitäts- und Kostenvorteile für das Unternehmen. Bei der
Ansprache der Banken für eine Linienbereitstellung ist eine klare Kommunikation des Unternehmens im Hinblick auf die Verteilung des Anschlussgeschäfts erforderlich. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass nur die Banken eine Chance auf Anschlussgeschäft erhalten, die auch eine Kreditlinie bereitstellen (Exklusivität des Bankenkreises).

Pressestimmen

"Das Buch ist äußerst empfehlenswert für mittelständische Unternehmen, die ihre Zinsergebnisse verbessern mächten und nach geeigneten Finanzstrategien suchen, die hier auf höchstem Niveau verständlich präsentiert werden." www.mediavalley.de, 04.10.2007

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EAN: 9783834992574
Untertitel: Leitfaden für die Praxis des Finanzmanagements. 2007. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 5.
Verlag: Gabler Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2008
Seitenanzahl: 572 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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