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Etablierung von Netzwerken in der Energiewirtschaft


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November 2007

Beschreibung

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Florian Meister zeigt, wie Netzwerke im Allgemeinen und in der Energiewirtschaft im Speziellen erfolgreich realisiert werden können. Neben betriebswirtschaftlichen Fragen untersucht er insbesondere soziologische und psychologische Aspekte. Themen sind u.a. Machtverteilung, Vertrauensaufbau, Regionalität und zu übertragende Netzwerkinhalte. Der Autor entwickelt einen ganzheitlichen Change-Management-Ansatz zur Etablierung von Unternehmensnetzwerken und identifiziert branchenspezifische sowie branchenübergreifende Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren für die praktische Umsetzung.

Inhaltsverzeichnis

Change Management

Die Etablierung von Unternehmensnetzwerken

Unternehmensnetzwerke in der Energiewirtschaft

Erfolgreiches Change Management von Regionalverteilern und Stadtwerken zu Netzwerken

Portrait

Dr. Florian Meister promovierte bei Prof. Dr. Dieter Wagner am Lehrstuhl für Organisation und Personalwesen der Universität Potsdam. Er ist heute als Unternehmensberater für die Corporate Transformation Group, Berlin, tätig.

Leseprobe

3 Die Etablierung von Unternehmensnetzwerken (S. 145-146)

3.1 Einführung in die Theorie der Unternehmensnetzwerke

Unternehmensnetzwerke sind in letzter Zeit immer mehr in den Fokus der betriebswirtschaftlichen Diskussion geruckt. Obwohl Netzwerke an sich nicht neu sind, ist die theoretische Fundierung noch nicht weit vorgeschritten. So stellt beispielsweise EVERS fest, dass die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit zwar ein aktuelles Praxisprobieren darstellt, dieses aber noch nicht zufriedenstellend wissenschaftlich bearbeitet wurde.

Eine Folge hieraus ist, dass zum einen für den Begriff Unternehmensnetzwerk unterschiedlichste Definitionen in der Literatur zu finden sind, zum anderen auch für die Evolution und Organisation von Unternehmensnetzwerken die unterschiedlichsten theoretischen Modelle existieren, die jeweils einen spezifischen Betrachtungsfokus auf das Phänomen Netzwerk haben. Bevor eine eigene Begriffsdefinition erarbeitet und ein Bezugsrahmen zur Evolution und Organisation von Netzwerken skizziert wird, welcher die Ansatze verschiedener Theorien miteinander verknüpft und ein umfassendes Modell für Unternehmensnetzwerke aufstellt, das die Grundlage für die vorliegende Arbeit sein wird, soll neben einer Einführung zunächst eine Auswahl verbreiteter Theorien vorgestellt und diskutiert werden.

Trotz ihrer in der letzten Zeit aufkommenden Popularität sind Unternehmensnetzwerke Organisationsformen, die schon seit langem In der Praxis zu beobachten sind. SYDOW stellt hierzu fest, dass sich netzwerkartige Beziehungen zwischen Unternehmungen, die über spontane Austauschbeziehungen im Sinne von Kaufverkauf (Arms-length Transactions) hinausgehen, so lange ausmachen lassen, wie Unternehmungen existieren.

So wurde beispielsweise schon Im 18. Jahrhundert in der Schweiz die Uhrenproduktion durch Cabinotiers in Netzwerken organisiert, in denen Uhrmacher, Emailleure, Goldschmi
ede, Steinfasser, Vergolder und Graveure ihr Handwerk kooperativ ausübten. Diese Art der Unternehmensnetzwerke, also regionale Unternehmensnetzwerke, sind insbesondere auch zu Beginn der Industrialisierung vermehrt zu finden. So kooperierten von Beginn an Unternehmen in klassischen Industrieregionen wie Lyon, Sheffield und Solingen, Birmingham und St. Etienne auf Basis von Subunternehmerschaften, langfristigen Lieferbeziehungen oder in Form gemeinsamer Aktivitäten in Institutionen.

In der theoretischen Netzwerkforschung sind die Ursprunge nicht leicht zu lokalisieren. So stellt ADERHOLD fest, dass erste Anstoße, die aus der heutigen Sicht in die Netzwerkthematik einzuordnen sind, insbesondere die Beziehungslehre, die in der frühen deutschen Soziologie entwickelt wurde, in der Soziometrie und der Graphentheorie sowie in der britischen sozialanthropologischen Forschung zu finden sind, die ihren Fokus auf die Untersuchung von sozialen Struktur- und Austauschmustern in archaischen Gesellschaften und dörflichen Gemeinschaften legte.

Auch PEITZ stellt fest, dass Ursprünge der theoretischen und methodischen Netzwerkperspektive auf soziologische, sozialanthropologische und sozialpsychologische Arbeiten zurück gehen, was dadurch erklärt werden kann, dass soziale Beziehungen und soziale Netzwerke als ubiquitäres Grundphänomen der Koordination des Zusammenlebens von Menschen gelten. Trotz unzähliger Versuche, eine angemessene Netzwerktheorie zu konzipieren, ist die moderne Netzwerkforschung bisher nur bedingt in der Lage, einen geschlossenen theoretischen Rahmen zur Beschreibung und Erklärung von Netzwerken inklusive der Erklärung von Einzelphänomenen bereitstellen zu können.

Ziel der folgenden Diskussion ist es deswegen nicht, eine geschlossene Netzwerktheorie zu entwickeln, sondern basierend auf bestehenden Theorien zielführend einen Bezugsrahmen für die vorliegende Arbeit zu schaffen, der trotz allem den Fokus einzelner Theorien derart kombiniert, das
s er auf dem gewählten Abstraktionsniveau einen Ansatz für eine allgemeingültige Erklärung für das Phänomen Netzwerk bildet.

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EAN: 9783835095519
Untertitel: Change Management vor dem Hintergrund der Neufassung des Energiewirtschaftsgesetzes. 2007. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 26.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: November 2007
Seitenanzahl: xx395
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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