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Führen mit Humor

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Oktober 2007

Beschreibung

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Das Komische: Wann lachen wir?Formen des Komischen: Ironie, Schadenfreude, Satire, Sarkasmus, ZynismusHumor als Führungs- und Interventionsinstrument: in Hierarchien, Gruppen, bei der Mediation und beim KonfliktmanagementHumor-Training: Risikobereitschaft, Vorbilder, Nonsens-Übung, Verfremdungsregel, Strickmusterregel

Inhaltsverzeichnis

Das Komische: Wann lachen wir?Formen des Komischen: Ironie, Schadenfreude, Satire, Sarkasmus, ZynismusHumor als Führungs- und Interventionsinstrument: in Hierarchien, Gruppen, bei der Mediation und beim KonfliktmanagementHumor-Training: Risikobereitschaft, Vorbilder, Nonsens-Übung, Verfremdungsregel, Strickmusterregel

Portrait

Dr. Gerhard Schwarz, Universitätsdozent für Philosophie (Universität Wien) und Gruppendynamik (Universität Klagenfurt), arbeitet seit mehr als dreißig Jahren auf den Gebieten Organisationsentwicklung, Gruppendynamik und Konfliktmanagement. Er ist Berater namhafter Unternehmen vor allem in Deutschland und Österreich und gefragter Referent auf Kongressen. Außerdem moderiert er mehrere Fernsehsendungen im ORF. Sein erfolgreiches Buch "Konfliktmanagement" erschien 2005 in der 7. Auflage bei Gabler.

Leseprobe

2. Die Formen des Komischen (S. 41-42)

Nicht alle Situationen vertragen es, reflexiv überhöht zu werden, und für die, in denen es sinnvoll ist, eignen sich nicht alle Formen des Komischen in gleicher Weise. Es ist für den Anfänger in Sachen „humoris causae" leichter, eine Situation ins Komische zu wenden, als Humor zu produzieren. Betrachtet man das Herstellen komischer Situationen als Führungsinstrument, so hat man eine gewisse Auswahl an Instrumenten. Man muss sich die Frage stellen, welche Form des Komischen wofür am besten geeignet ist. In der philosophischen Tradition unterscheidet man zwischen Ironie, Schadenfreude, Spott, Hohn, Sarkasmus, Zynismus und Humor.

Ironie

Die Ironie ist seit Sokrates ein literarischer und philosophischer Grundbegriff. Trotz unterschiedlicher Ausprägungen scheint Ironie den Sinn zu haben, durch „Understatement" einem direkten Konflikt zu entgehen und doch ein Problem anzusprechen oder sogar auf den Punkt zu bringen. Das griechische Wort Eirene heißt übersetzt: Friede.

Eine häufig zitierte Definition der Ironie von K. Reinhard lautet: „Überlegenheit im Schein der Unterlegenheit". Sie greift meines Erachtens aber etwas zu kurz, da sie die kommunikative Situation ausklammert und damit vor allem den von Sokrates doch deutlich reklamierten pädagogischen Wert der Ironie („Mäeutik"– Philosophie als Hebammenkunst) nicht berücksichtigt. Ironie wirkt nur innerhalb einer Beziehung. Es gibt keinen ironischen Satz an sich – Ironie muss immer auf ein Gegenüber treffen. Das muss bei Witzen nicht der Fall sein – ein Witz kann sich auf allgemeine Normen, auf Vorurteile, auf Missverständnisse gründen, aber nicht unbedingt auf ein Du.

Ich erinnere mich daran, wie mich die Ironie
eines Stationsvorstehers der Österreichischen Bundesbahn einmal hart getroffen hat. Ich war knapp nach meinem Doktorat in Philosophie noch einmal als Skilehrer mit einer Gruppe im Toten Gebirge. Auf der Rückreise versäumten wir wegen einer Verspätung des Lokalzuges in Attnang- Puchheim den Anschlusszug nach Wien.

Es war etwa 14:30 Uhr, als der Stationsvorsteher bei unserer Gruppe am Bahnsteig vorbeiging und von mir gefragt wurde, wann der nächste Zug nach Wien ginge. Er sagte, um 18:30 Uhr. „Was?", sagte ich erschrocken, „und vorher geht keiner?" Der Stationsvorsteher warf sich in Pose und sagte: „In Attnang-Puchheim geht nie ein Zug vor dem nächsten!"

Das Gelächter meiner Skischüler, die den Skilehrer und frisch gebackenen Doktor der Philosophie mit dem Understatement des Stationsvorstands über Logik belehrt sahen, habe ich noch heute im Ohr. Die Ironie liegt hier in der Einschränkung „In Attnang- Puchheim ... geht nie ein Zug vor dem nächsten!"

Sokrates schrieb der Ironie eine pädagogische Bedeutung zu, weil sie eben an ein Gegenüber gerichtet ist und dieses zur Reflexion der Widersprüche zwingt. Hegel etwa beurteilt die sokratische Ironie in dieser Hinsicht positiv. Er sieht schon in der Ironie die spätere Dialektik: „Die sokratische Ironie hat schon die subjektive Gestalt der Dialektik … aus jedem bestimmten Satze oder aus der Entwicklung entwickelt er das Gegenteil dessen, was der Satz aussprach" (Geschichte der Philosophie, Erster Teil, 2. Kapitel B1, S. 60).


Pressestimmen

"Statt eines Humor-Workshops ist das Buch eine kostengünstige Alternative, vollgestopft mit geistreichen bis mitunter peinlichen Witzen." Börsen-Zeitung, 26.06.2008



"Das Buch bedient [...] ein sehr spezielles Segment des weiten Themas 'Führen' - allerdings ein wichtiges, das häufig vernachlässigt wird. Denn Gerhard Schwarz bietet Führungskräften auf originelle Weise die Gelegenheit, Humor als neue Facette in ihr Führungsverhalten zu integrieren. [...] zu empfehlen." managerSeminare - Das Weiterbildungsmagazin, Juni 2008



"Ein gutes Buch für Unternehmer, die mit Humor erfolgreich sein wollen." www.handwerk.com, 18.01.2008



"Gerhard Schwarz schenkt uns mit diesem Buch amüsante und intelligente Blumensträuße und damit die Möglichkeit, sich mit einem spannenden und entwicklungsgeschichtlich wichtigen Thema auseinanderzusetzen sowie dessen Vorteile in unseren Führungs-Alltag integrieren zu können. Es ist ein Plädoyer, sein Bewusstsein für mehr Heiterkeit, Freude und Spaß im Leben zu wecken." personal manager, 01/2008



"Das Buch ist ein Plädoyer dafür, Humor als ernstzunehmendes Führungsmittel zu verstehen und einzusetzen. Dabei überzeugt vor allem das, was Schwarz aus der eigenen Beratungspraxis schildert. Man gewinnt ein anschauliches Bild davon, wie verfahrene Dinge oder Tabuthemen bewegt werden können, wenn Humor als Mittel eingesetzt wird." www.mwonline.de - Managementwissen online, 14.12.2007



"Man soll es nicht meinen, aber sogar die Vereinten Nationen haben sich mit dem Lachen beschäftigt und wie folgt definitiert: 'Lachen macht gesund, macht schön und erotisch, macht selbstsicher, erfolgreich, gibt Ansehen und Einfluss, löst Konflikte.' Und genau das macht das Buch von Gerhard Schwarz zu einer Lektüre, die in Führungskreisen gern ernst genommen werden darf." www.motorpress.de, 07.11.2007



"Letztlich gelingt Schwarz mit seinem Buch, was er darin propagiert: Er führt seine Leser hi


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EAN: 9783834991539
Untertitel: Ein gruppendynamisches Erfolgskonzept. 2007. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 2.
Verlag: Gabler Verlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Seitenanzahl: 216 Seiten
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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