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Ausbildungsfähigkeit im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis


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Februar 2008

Beschreibung

Beschreibung

:Das Buch stellt bildungstheoretische, sozialwissenschaftliche und didaktische Perspektiven von Ausbildungsfähigkeit vor. Beiträge finden sich zur Anschlussfähigkeit von Bildungsprozessen in einer globalisierten Gesellschaft, zu gesellschaftlichen Partizipationschancen und Lebenslangem Lernen. In Kritik an der Defizitperspektive wird die Leistungsfähigkeit von Hauptschüler/innen auf empirischer Ebene analysiert. Die Begriffe: berufliche Eignung und Neigung, Ausbildungsreife und berufsorientierte Kompetenzentwicklung werden diskutiert. Interdisziplinarität und Interstrukturalität von Ausbildungsfähigkeit bzw. die Vernetzung von schul- und berufspädagogischen Kompetenzen werden in innovativen Ansätzen der Fachdidaktiken Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften und Wirtschaftspädagogik dargelegt.

Inhaltsverzeichnis

Bildungsoziologische Dimension - Erziehungswissenschaftliche Dimensionen - Didaktik und Unterrichtsforschung im Übergang Schule/BerufMit Beiträgen von Elisabeth Schlemmer, Hans-Peter Blossfeld, Karin Schittenhelm, Michael Winkler, Ulrich Trautwein, Oliver Lüdtke, Michael Becker, Marko Neumann, Gabriel Nagy, Reinhard Hilke, Eberhard Jung, Manfred Eckert, Thomas Eckert, Martin Böhnisch, Werner Knapp, Harald Pfaff, Sybille Werner, Herbert Gerstberger, Bernd Hafenbrak, Jürgen Seifried

Innenansichten

Portrait

Prof. Dr. Elisabeth Schlemmer ist Direktorin des Zentrums für Sekundarbildung und Ausbildungsfähigkeit der Pädagogischen Hochschule Weingarten.Prof. Dr. Herbert Gerstberger ist stellv. Direktor des Zentrums für Sekundarbildung und Ausbildungsfähigkeit der Pädagogischen Hochschule Weingarten.

Leseprobe

Was ist Ausbildungsfähigkeit? Versuch einer bildungstheoretischen Einordnung (S. 13)

Elisabeth Schlemmer

Zusammenfassung

Der Artikel bietet eine Einleitung in den Reader und versucht über eine bildungstheoretische Einordnung in bildungssoziologische, erziehungswissenschaftliche und didaktische Dimensionen die Beiträge zu würdigen. Ausbildungsfähigkeit wird anhand von acht Thesen als Bildungskategorie abgehandelt: Globalisierung als makrosoziologische Bedingung, gesellschaftliche Partizipationschancen, Anschlussfähigkeit von Bildungsprozessen im Übergang Schule/Arbeitswelt, Defizitperspektive vs. bildungswissenschaftliche Definition von Ausbildungsfähigkeit bezogen auf die Ebenen der Lernenden und der Institutionen, Interstrukturalität und Interdisziplinarität von Ausbildungsfähigkeit sowie die Forderung nach Schulreform durch Vernetzung von allgemeiner und beruflicher Bildung.

1 Einleitung

Die Schule hat die Aufgabe, die nachwachsende Generation für eine gelingende Partizipation an der Gesellschaft zu bilden und zu erziehen. Sie hat dabei auch auf die Arbeitswelt und deren Qualifikationsanforderungen vorzubereiten. Im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt entfalten sich das Potenzial der Allgemeinen Bildung und die in der Schule erworbenen Kompetenzen je nach

1. gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Stabilität bzw. Wandel, sowie je nach Geschlecht, sozialer und nationaler Herkunft,

2. pädagogischen Konstrukten der Schulen (Schulart und Didaktik),

3. individuellen Interessen, Motivation und Leistungsfähigkeit sowie nach 4. deren Nachfrage bzw. Akzeptanz aufgrund betrieblicher Anforderungen.

Diese Bildungsaspekte werden in der öffentlichen und der wissenschaftlichen Diskussion in Verbindung gesetzt zu Ausbildungsfähigkeit. Sie stellen die basalen Einflussfaktoren für die Berufswahl und den Erfolg bei der Suche na
ch ei- nem Ausbildungsplatz dar. Im Folgenden werden diese Faktoren systematisch abgehandelt und kritisch in Abgrenzung gegen ideologische Vorstellungen von Ausbildungsfähigkeit diskutiert.

2 Die bildungssoziologische Dimension von Ausbildungsfähigkeit

Die Globalisierung führt zu einem Wandel der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Bildungsprozesse. Prozesse der Globalisierung wirken sich nicht nur auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt vorgelagerte national organisierte Institutionen und in Folge dessen auf individuelle Lebens- und Erwerbsverläufe aus (Blossfeld i.d.B.). Blossfeld (ebd.) legt dar, dass Institutionen und Sozialstrukturen einer Nation einerseits eng verwoben sind und eine länderspezifische Komplementarität bilden.

Dazu gehört in Deutschland auch die spezifisch bildungspolitische Relation der allgemeinen und beruflichen Bildungsinstitutionen. Die duale Berufsausbildung in Deutschland organisiert den Übergang von der Schule in den Beruf über eine institutionelle Brücke zwischen Ausbildung und Betrieb, damit die Qualifikationen gesichert, planmäßiger verlaufen.

Die Stärke der dualen Ausbildung liegt zum einen darin, dass durch die betriebliche Ausbildung Nähe zum Betrieb bzw. Industrienähe erreicht wird und durch die parallele schulische Ausbildung zugleich die individuelle Mobilität beim Betriebswechsel aufgrund der erworbenen Berufsqualifikation erleichtert wird.

Im internationalen Vergleich geht die duale Ausbildung aufgrund dieser engen Koppelung von Ausbildungsabschluss und Berufschance, wie Blossfeld (i.d.B.) feststellt, jedoch mit einer geringeren beruflichen Mobilität einher.

Die Ausbildung durch das Training on-the-job führt hingegen zu einer rascheren Heranführung an neu entstehende, zukunfstorientierte Berufstätigkeit, bei jedoch geringerer sozialer Sicherheit im Karriereverlauf, wie Blossfeld empirisch nachweist.

Die Globalisierung bedingt folg
lich, dass sich die verschiedenen nationalen Berufsbildungssysteme nach Maßgabe der Inklusionsgeschwindigkeit von jungen Menschen in expandierende Wirtschaftssektoren bzw. in (neue) Berufe resp. (partiell nur noch!) berufliche Tätigkeiten. D.h. auch die im dualen Bildungssystem erworbenen Berufsqualifikationen sind in Bezug auf zukünftige, sich schnell wandelnde betriebliche Nutzbarkeit zu überprüfen.

Technik

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EAN: 9783531908397
Untertitel: 2008. Auflage. Dateigröße in MByte: 1.
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Seitenanzahl: vii245
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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