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Baukalkulation und Projektcontrolling

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Dezember 2007

Beschreibung

Beschreibung

Die sorgfältige Baukalkulation und ein fundiertes Projektcontrolling sind die Grundvoraussetzungen für den langfristig wirtschaftlichen Erfolg für die Unternehmen der Bauwirtschaft.
Die 11. Auflage wurde im Hinblick auf die Novellierung der VOB und die aktuellen Lohnentwicklungen im Bauwesen auf den neuesten Stand gebracht. In bewährter Weise wird der Zusammenhang zwischen den Grundlagen der Baukalkulation und den rechtlichen Rahmenbedingungen vermittelt und anhand eines durchgängigen Beispiels der direkte Bezug zur Praxis hergestellt.

Inhaltsverzeichnis

Teil A: Angebots- und Vertragskalkulation

- Grundlagen

- Angebotskalkulation beim Einheitspreisvertrag

- die Vertragskalkulation

- die Leistungs- und Ergebnisermittlung auf der Grundlage der Vertragskalkulation

Teil B: Projektcontrolling

- Grundlagen und Zielsetzung des Projektcontrolling

- Arbeitskalkulation als Voraussetzung des Projektcontrolling

- die Leistungs- und Ergebnisermittlung mit Leistungsdefinition II auf der Grundlage der Arbeitskalkulation

- Durchführung des Projektcontrolling; gezeigt am Beispiel "Parkhaus"

Teil C: Organisatorische Einbindung der Baukalkulation und des Projektcontrolling

- Organisatorische Einbindung der Baukalkulation

- Organisatorische Einbindung des operativen Controlling

Portrait

Prof. Dr. Egon Leimböck lehrte am Lehrstuhl Bauwirtschaft der Universität Dortmund und war mit kaufmännischen Tätigkeiten und der Beratung auf Großbaustellen im In- und Ausland beschäftigt. Er ist maßgeblich an der Entwicklung der KLR-Bau beteiligt.

Ulf Rüdiger Klaus ist als Rechtsanwalt tätig, Lehrbeauftragter für privates Baurecht an der Fachhochschule München und Juristischer Mitarbeiter bei der Erstellung der KLR-Bau. Er war Geschäftsführer im Bayerischen Bauindustrieverband e.V.

Dr.-Ing. Oliver Hölkermann ist Geschäftsführender Gesellschafter einer deutschen Bau Gesellschaft und war mehrere Jahre für die Bauleitung und Technische Koordination von Großprojekten bei einem deutschen Baukonzern zuständig.

Leseprobe

III Die Vertragskalkulation (S. 79-80)

1 Vergabeverhandlungen und Auftragserteilung

Die Verhandlungen mit den Bietern liegen zeitlich zwischen der Eröffnung der Angebote und dem Zuschlag. Nicht an die VOB/A gebundenen Auftraggebern ist die Verfahrensweise beim Abschluss von Verträgen im Rahmen der Vertragsfreiheit grundsätzlich freigestellt, sie können nach Abgabe der Angebote durch die Bieter mit diesem frei verhandeln. Bei an die VOB/A gebundenen Auftraggebern gilt dagegen gemäß 24 VOB/A ein grundsätzliches Verhandlungsverbot, von dem es nur wenige Ausnahmen gibt.

Bei Vergaben nach der VOB/A widersprechen Verhandlungen des Auftraggebers mit den einzelnen Bietern in dieser Phase der Vergabe dem Wettbewerbsprinzip der VOB. Verhandlungen dieser Art können eigentlich prinzipiell nur Aufklärungsverhandlungen hinsichtlich der technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Bieters und hinsichtlich der Angebote selbst sein. So kann z. B. ein ungenauer technischer Ausdruck im Ausschreibungstext eine Klarstellung benötigen. 24 VOB/A ist mit Aufklärung des Angebotsinhaltes" überschrieben. Es soll also klar zum Ausdruck kommen, dass diese Vergabeverhandlungen tatsächlich nur Aufklärungsverhandlungen sein sollen bzw. sein dürfen.

Dass insbesondere Preisverhandlungen und Verhandlungen über eine Änderung der Angebote grundsätzlich ausgeschlossen sind, geht aus 24 Nr. 3 VOB/A hervor: Andere Verhandlungen, besonders über Änderung der Angebote oder Preise, sind unstatthaft, außer wenn sie bei Nebenangeboten oder Angeboten auf Grund eines Leistungsprogramms nötig sind, um unumgängliche technische Änderungen geringen Umfangs und daraus sich ergebende Änderungen der Preise zu vereinbaren."

Zu welchen Fragen Änderungsverhandlungen nach der VOB/A zulässig sind, regelt 24 Nr. 1 Abs. 1: Bei Ausschreibungen darf der Auftraggeber nach Öffnung der Angebote bis zur Zuschlagserteilung mit einem
Bieter nur verhandeln, um sich über seine Eignung, insbesondere seine technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, das Angebot selbst, etwaige Nebenangebote, die geplante Art der Durchführung, etwaige Ursprungsorte oder Bezugsquellen von Stoffen oder Bauteilen und um sich über die Angemessenheit der Preise, wenn nötig durch Einsicht in die vorzulegenden Preisermittlungen (Kalkulationen), zu unterrichten."

Die VOB/A legt genau den Spielraum fest, über den sich der Auftraggeber bei den Aufklärungsverhandlungen unterrichten darf. Neben der bereits genannten technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Bieters sind es Inhalte hinsichtlich der vom Bieter abgegebenen Ne benangebote, bei denen der Auftraggeber ein berechtigtes Interesse hat, notwendige Detailfragen zu klären. Dass auch die Erklärung über die vom Bieter geplante Art der Durchführung der Bauleistung ein berechtigtes Interesse des Auftraggebers sein kann, liegt u.U. darin begründet, dass der Auftraggeber selbst die Koordinationsfunktion der gesamten Baumaßnahme übernimmt, und zwar in zeitlicher, technischer und organisatorischer Hinsicht.

Der Auftraggeber soll auch die Möglichkeit erhalten, sich über die Angemessenheit der Preise, wenn nötig durch Einsicht in die vorzulegenden Preisermittlungen (Kalkulationen), zu unterrichten." Ingenstau/Korbion/Kratzenberg führen hierzu aus: Nur in Ausnahmefällen ist vom Bieter die Vorlage der Kalkulation zu verlangen, insbesondere kann dies im Fall der Vergabe nach Leistungsprogramm in bezug auf die nach Teil A 9 Nr. 17 nötig sein.

Der Auftraggeber hat sich jedoch immer auf das Notwendigste zu beschränken und nur das zu erforschen, was im konkreten Fall zur Unterrichtung über die Angemessenheit der geforderten Preise erforderlich ist. ... Deshalb geht es auch nicht an, im Wege von Verhandlungen gemeinschaftlich Kalkulationsirrtümer und sonstige Fehlkalkulationen des Bieters zu beseitigen." Ob einem Auftraggeber die Kalkulation, d.
h. die Preisermittlungsgrundlagen, überhaupt zur Aufklärung des Angebotes dient, hängt in hohem Maße von seinen Kenntnissen über die Baukalkulation ab.

Technik

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EAN: 9783834892027
Untertitel: unter Berücksichtigung der KLR Bau und der VOB. 11. Aufl. 2007. Dateigröße in MByte: 5.
Verlag: Vieweg+Teubner Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Seitenanzahl: xiv186
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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