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Generationenmanagement in Unternehmen


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Februar 2008

Beschreibung

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Jutta Oertel untersucht, wie Unternehmen den Umgang mit den Generationenstrukturen und -beziehungen optimal gestalten können. Anhand einer theoretischen Analyse und einer empirischen Studie entwickelt sie ein Generationenmodell als Anknüpfungspunkt für die wirtschaftswissenschaftliche und die interdisziplinäre Generationenforschung.

Inhaltsverzeichnis

Generationsproblematik im Arbeitsleben

Soziologische und Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen der Generationenforschung

Grundmodell zum Generationsverhalten im Unternehmen

Generationenmanagementstudie

Portrait

Dr. Jutta Oertel studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth und promovierte an der Université Nancy 2 und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Derzeit ist sie als Leiterin des Referats "Dienstleistungen" des Statistischen Bundesamts in Bonn tätig.

Leseprobe

B GRUNDLAGEN UND ANSÄTZE DER GENERATIONENFORSCHUNG (S. 24)

Im Anschluss an die semantische Analyse sollen nun anhand einer dimensionalen Analyse die relevanten Charakteristika von Generationen im Betriebsleben aufgedeckt und der Frage nachgegangen werden, wie diese generationstypischen Charakteristika entstehen und zu beeinflussen sind. Dazu liefern die amerikanischen Forschungsergebnisse im Bereich Generationenmanagement einen ersten heuristischen Modellansatz, der jedoch einige gravierende Schwachpunkte vor allem in der Fundierung der Wirkungsbeziehungen aufweist. Diesen gilt es zu untermauern und auf deutsche Verhältnisse zu übertragen.

Die Befunde der Forschung zum Thema Generationen am Arbeitsplatz sind in der deutschsprachigen Literatur dünn gesät und finden sich meist als Randergebnisse anderer Forschungsschwerpunkte. Genetik und Soziologie stellen sich zum Beispiel die Frage, in wie weit Eigenschaften ererbt und/oder erlernt sind. Die Verhaltenswissenschaften beschäftigen sich mit positiven wie negativen Beziehungen und Transfers in der Familie zwischen heute bis zu sechs verschiedenen Generationen. Die psychologische Forschung liefert ebenfalls eine Vielzahl von Beiträgen, die insbesondere das Thema Generationenkonflikt" behandeln.

Mit diesem Thema setzten sich vorwiegend in der Zeit nach den 68er Unruhen sehr viele Autoren unter den verschiedensten wissenschaftlichen Blickwinkeln auseinander. Unter anderem die Beziehungen zwischen den Generationen auf der Makroebene sind Gegenstand der empirischen Forschung. Diese bewegen sich zwischen dem Solidaritätsgedanken und dem negativen Altersstereotyp, das den Kampf der Generationen postuliert. Die gerontologische Generationenforschung betrachtet die verschiedensten Aspekte des Alterns und bezieht unter anderem medizinische und psychologische Befunde ein.

Sie gewinnt zunehmend an Gewicht. Solche Erkenntnisse finden auch in den Wirtschaftswissenschaf
ten Anwendung, wenn es zum Beispiel um Arbeitsergonomie, Weiterbildung oder Übergangsregelungen in den Ruhestand geht. Dieses facettenreiche Bild wird um weitere Aspekte aus anderen Wissensgebieten, wie zum Beispiel der Anthropologie, Ethnologie etc., noch erweitert.

Die internationalen und interdisziplinäre Generationenforschung liefert also ein vielfältiges und theoretisch und empirisch weitgehend wohlfundiertes Bild, das es auf das Generationenverhalten am Arbeitsplatz zu fokussieren gilt, ohne relevante Aspekte aus den Augen zu verlieren. Im folgenden Hauptkapitel geht es also darum, ein allgemeines theoretisches Gerüst mit betriebswirtschaftlichem Bezug zu entwickeln, das den vielfältigen Forschungsergebnissen zur Generationenproblematik einen Rahmen verleiht.

Im ersten Schritt werden dazu die amerikanischen Ansätze zum Generationenverhalten und Generationenmanagement vorgestellt und kritisch hinterfragt. Diese Ansätze müssen anhand von Erkenntnissen der soziologischen und verhaltenswissenschaftlichen Forschung überprüft und entwickelt werden. Im Einzelnen geschieht das für den soziologischen Bereich zunächst mit Hilfe eines historischen Abrisses. Die für die Generationenforschung im Betriebsleben relevanten Konzepte, wie die formalsoziologische Analyse des Generationenproblems, die Sozialisationstheorie, die Rollentheorie, das Lebenslaufkonzept und der Kohortenansatz als Forschungsmethode, werden anschließend weiter vertieft.

Die so gewonnenen Hinweise bezüglich Eigenschaften und Verhalten von Generationen werden im Rahmen der Persönlichkeitsforschung, der Wertetheorie und verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse, vor allem aus der Motivations- und Konflikttheorie, genauer analysiert. Über eine kritische Würdigung der dargestellten Erkenntnisse werden dann die Kernelemente eines Generationenmodells herausgefiltert, systematisiert und gewichtet.

I Erste Ansätze des Generationenmanagements

1 Amerikanische Generationsid
ealtypen und ihre Beziehungen


Der so genannte Generationenkonflikt zwischen Eltern und Kindern als pubertäres Phänomen ist nicht neu und wurde insbesondere aus psychologischer und sozialpädagogischer Sicht bereits gründlich analysiert. Des Weiteren sind Studien zum Thema Konflikte zwischen der jungen nachrückenden und erwachsenen etablierten Gesellschaftsgeneration nicht nur auf familiärer, sondern auch auf der Ebene der Gesamtgesellschaft traditionell Gegenstand der empirischen Sozialforschung. Die theoretische Forschung auf diesem Gebiet hat ebenfalls eine lange Tradition. Generationen am Arbeitsplatz stehen erst seit kurzer Zeit im Blickfeld der betriebswirtschaftlichen Forschung.

Technik

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EAN: 9783835055254
Untertitel: 2008. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 3.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Seitenanzahl: xxi429
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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