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Die Gestaltung der Budgetkontrolle


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November 2007

Beschreibung

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Julia Künkele untersucht die Zusammenhänge zwischen Gestaltungsfaktoren der Budgetkontrolle, dysfunktionalem Verhalten, dem Erfolg der Budgetkontrolle und dem Geschäftsbereichserfolg. Die Ergebnisse einer dyadisch angelegten Befragung von 1120 deutschen Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungsgewerbe zeigen, dass der Geschäftsbereichserfolg signifikant negativ durch die Entstehung dysfunktionaler Verhaltensweisen und positiv durch die Effektivität und Effizienz der Budgetkontrolle beeinflusst wird.

Inhaltsverzeichnis

Grundlagen der Budgetkontrolle

Determinanten und Erfolgswirkungen der Budgetkontrollgestaltung

Operationalisierung des Forschungsmodells

Methodische Konzeption der Untersuchung

Portrait

Dr. Julia Künkele promovierte bei Prof. Dr. Utz Schäffer am Lehrstuhl für Controlling der European Business School, Oestrich-Winkel. Sie ist als Referentin im Geschäftsbereichscontrolling bei der Robert Bosch GmbH tätig.

Leseprobe

B Grundlagen der Budgetkontrolle (S. 7)

1. Begriffliche Grundlagen

CHMIELEWICZ weist darauf hin, dass Begriffsdefinitionen, die für das Verständnis eines bestimmten Forschungsinhaltes von zentraler Bedeutung sind, an den Anfang einer wissenschaftlichen Arbeit zu stellen sind. Angesichts der großen Menge an älterer und neuerer Controllingliteratur, die die Schlüsselbegriffe der Budgetierung auf unterschiedliche Weise definiert, soll vorab geklärt werden, was im Rahmen der vorliegenden Arbeit unter den folgenden Begriffen verstanden wird:

Budget

Der Begriff des Budgets ist in der Literatur nicht einheitlich definiert. Es existieren zahlreiche verschiedene Begriffsdefinitionen, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass der Budgetbegriff in mehreren unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen verwendet wird. Dies sind neben der Betriebswirtschaftslehre vor allem die Volkswirtschaftslehre und die Politik- und Verwaltungswissenschaften.

Doch selbst bei der Konzentration auf die Betriebswirtschaftslehre finden sich vielfältige Verwendungsformen des Budgetbegriffs. Eine Reihe von Autoren versteht eng an die historische Entwicklung des Begriffs angelehnt unter einem Budget die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben im Sinne eines Finanzplanes oder Etats.

Ein deutlich umfassenderes Verständnis vom Begriff des Budgets haben diejenigen Autoren, die darunter alles, was sich im Lebensgang eines Wirtschaftsunternehmens in Zahlen fassen lässt, verstehen. Diese Auffassung verdeutlicht bereits eine wesentliche Eigenschaft von Budgets, nämlich ihren Bezug zur Zukunft. Das Budget ist damit unweigerlich mit dem Plan verbunden. Man findet teilweise sogar eine Gleichsetzung beider Begriffe.

Der Budgetbegriff wird oftmals auf finanzielle, d.h. wertmäßige Größen beschränkt. Eine weitere Begriffsdefinition betont die Erfolgsorientierung der Budgetierung und verst
eht unter einem Budget den quantitativen Ausdruck aller Aktivitäten im Rahmen der Gewinnplanung. Betrachtet man den zeitlichen Horizont, findet man in der Literatur häufig die Auffassung, dass das Budget das Schnittende" der Planung darstellt. In dieser Betrachtungsweise dienen die Budgets in erster Linie der Umsetzung langfristiger Pläne in quantitative Zielsetzungen für das kommende Jahr.

Die bisher aufgeführten Budgetbegriffe stellen in der Mehrzahl eine Aufgabe von Budgets in den Vordergrund und nehmen dafür teilweise Überschneidungen mit anderen Begriffen oder nicht praktikable Eingrenzungen in Kauf. Um diesen Defiziten beizukommen, sei in der vorliegenden Arbeit unter einem Budget ein formalzielorientierter, in wertmäßigen Größen formulierter Plan, der einer Entscheidungseinheit für eine bestimmte Zeitperiode mit einem bestimmten Verbindlichkeitsgrad vorgegeben wird, verstanden.

Diese Definition fasst die zentralen wesensbestimmenden Merkmale von Budgets zusammen. Sie beschreibt die Tatsache, dass Budgets zukunftsbezogen, wertmäßig, periodenbezogen, verbindlich, auf Verantwortungsträger bezogen und finanzielle Komponenten zuordnend definiert sind.

Budgetierung

Ähnlich der Definitionsvielfalt zum Budgetbegriff existieren ebenfalls unterschiedliche Auffassungen darüber, was unter dem Begriff der Budgetierung zu verstehen sei. Einzelne Autoren verstehen unter der Budgetierung separate Maßnahmen wie die Budgeterstellung, die Budgetgenehmigung oder die Überführung langfristiger Pläne in Budgets. Im Folgenden wird unter dem Begriff der Budgetierung in einer umfassenderen Sicht der gesamte Prozess der Erstellung, Vorgabe bzw. Vereinbarung oder Verabschiedung und Kontrolle von Budgets sowie die Vorschlagsunterbreitung zur Anpassung von Budgets verstanden.

Budgeterstellung

Unter dem Begriff Budgeterstellung ist im Rahmen der operativen Planung, die sich in die Sach- und die Formalzielplanung un
tergliedert, die Festlegung der Formalziele (z.B. einzuhaltende Kostensummen) für die einzelnen Ausführungsverantwortlichen (z.B. Produktionskostenstellenleiter) zu verstehen. Die Budgeterstellung lässt sich anhand der bei WEBER aufgeführten Grundmerkmale des Planungsablaufs (Zeithorizont, Charakter der Planentstehung und Zentralisationsgrad) näher konkretisieren.

Technik

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EAN: 9783835090149
Untertitel: Bestandsaufnahme, Determinanten und Erfolgswirkungen. 2007. Auflage. Dateigröße in MByte: 1.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: November 2007
Seitenanzahl: xx270
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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