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Handbuch Kraftfahrzeugelektronik


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Januar 2008

Beschreibung

Beschreibung

In den letzten drei Jahrzehnten ist der Anteil der Elektronik in Kraftfahrzeugen dramatisch gestiegen. Die Anteile werden immer größer und der Trend hält, getrieben von steigenden Kunden- und Umweltanforderungen, ungebremst an. Bald wird der Wertanteil der Elektronik am Gesamtfahrzeug bei 20 Prozent liegen. Nahezu alle Funktionen des Fahrzeugs werden heute elektronisch gesteuert, geregelt oder überwacht. Ausgehend von den physikalisch/technischen Grundlagen der Elektronik und Bauelemente werden Funktion und Anwendung von Komponenten und Systemen in Motor und Fahrwerk in Bordnetz, Fahrerassistenzsystemen, Infotainment und Multimedia gezeigt. Kapitel über Softwareentwicklung, Beleuchtung, Passive Sicherheit und Diagnose runden den Inhalt ab.

Inhaltsverzeichnis

Motor und Antriebsstrang - Fahrwerksysteme - Bordnetz und Vernetzung - Beleuchtung - Sicherheitssysteme - Komfortsysteme - Instrumentierung - Fahrerassistenzsysteme und Verkehr - Telematik - Sensorik - Elektrische Aktorik - Elektronik Hardware - Mechatronische Systeme - Elektromagnetische Verträglichkeit - Diagnose - Software-Entwicklung

Portrait

Prof. Dr. Henning Wallentowitz leitet das Institut für Kraftfahrwesen an der RWTH Aachen. Prof. Dr.-Ing. Konrad Reif leitet den Studiengang Fahrzeugelektronik und Mechatronische Systeme an der Berufsakademie Ravensburg und ist Lehrbeauftragter an der Technischen Universität München.Die Herausgeber werden von einem hochkarätigen Autorenteam aus über 100 Experten der Fahrzeug- und Zulieferindustrie unterstützt.

Leseprobe

10 Telematik (S. 459-460)

10.1 Allgemeines

10.1.1 Begriffsbestimmung

Telematik ist ein Kunstwort, das sich aus den zwei Begriffen Telekommunikation und Informatik herleitet. In den Anfängen der Entwicklung lag es nahe, einen neuen Begriff zu finden, der die verwendeten Technologien miteinander verknüpft. Tatsächlich nutzt die Telematik die Kommunikationstechnik der drahtlosen Telekommunikation und die Rechenleistung der Informatik. Im Folgenden sprechen wir ausschließlich über die Verwendung des Begriffes Telematik im Zusammenhang mit Verkehr und Fahrzeugen. Daneben gibt es eine Reihe weitere Einsatzgebiete für Telematik. Im Verkehrsbereich gibt es heute neben der oben beschriebenen Interpretation des Kunstwortes Telematik eine zweite, die Telematik aus den Worten Telemetrie und Informatik zusammensetzt.

Diese Auslegung erklärt sich aus der Möglichkeit, Informationswege nicht nur für den Fahrer bereitzustellen, sondern auch direkt Fahrzeugdaten auszulesen und zu beeinflussen. Man unterscheidet zwischen den (be)nutzerbezogenen und den fahrzeugbezogenen Telematikdiensten. Unter der nutzerbezogenen Telematik sind alle Bereiche zusammengefasst, die dem Fahrer einen unmittelbaren Nutzen bringen. Dazu zählen beispielsweise die Navigation oder die Einbindung eines Telefons in die Kommunikations- und Unterhaltungstechnik seines Fahrzeugs. Es zählt auch jede Form von aktiver Online-Anbindung dazu, die den Fahrer via Short Message Service (SMS) oder E-Mail kommunizieren lässt, oder ihm interessante Streckenpunkte, die so genannten Points of Interest (POI) in sein Navigationssystem oder sein Telefon überträgt. Nutzerbezogen sind natürlich auch die Telematikdienste, die der Fahrer mit PDA, Notebook oder Mobiltelefon auch außerhalb des Fahrzeugs nutzen oder konfigurieren kann.

Die fahrzeugbezogene Telematik vereint Techniken, die dem Fahrzeug direkt dienen. Dazu zählt der integrierte Not
ruf via Telemetriemodul und fest eingebauter GSM-Karte und die Möglichkeit des Service- Updates von Fahrzeug-Software. Weitere Anwendungen umfassen beispielsweise die Anzeige von Tankstellen bei zur Neige gehendem Treibstoffvorrat, oder das Auffinden des Fahrzeugs bei Diebstahl über GPS-Ortung. Auch das automatische Buchen fälliger Service-Termine in der Werkstatt oder ein automatisch abgesetzter Serviceruf bei Systemstörungen und Pannen gehört zur telemetrischen Telematik. Verkehrsinformationen sind eine Schnittmenge, die sowohl zur nutzer- als auch zur fahrzeugbezogenen Telematik gehören können: je nach dem, ob der Fahrer diese bewusst auswählt, oder sie via Trafic- Message-Channel- oder Radio-Data-System-Daten im Hintergrund zur Navigation verwendet werden. Mit dem Radio-Data-System-Daten (RDS) werden Zusatzinformationen beim Rundfunk übermittelt.

Die am meisten genutzten Funktionen sind Programmkennung, Verkehrsfunk und Alternativfrequenzen, die dem gewählten Programm beim Verlassen eines Sendebereichs automatisch auf eine neue Frequenz folgen. Viele Sender nutzen diese Möglichkeiten nur fragmentarisch und viele Geräte unterstützen dies auch nur zum Teil. Der Traffic Message Channel (TMC) ist ein kostenloser, digitaler Radio-Datendienst, der im RDS ausgestrahlt wird und zur Übertragung von Verkehrsstörungen an ein geeignetes Empfangsgerät verwendet wird. Da das Signal ständig übertragen wird, ist der Benutzer weniger von den nur halbstündlich ausgestrahlten Verkehrshinweisen abhängig. Außerdem können wichtige Informationen wie z.B. Falschfahrer sofort weitergegeben werden. Moderne Navigationssysteme verwenden den TMC zur automatischen Umfahrung von Verkehrsstaus und Behinderungen (dynamische Zielführung). In diesen Schnittmengenbereich gehört auch die Verkehrslenkung über Verkehrsleitsysteme, die man als Flächentelematik interpretieren kann. Diesem Thema ist der Abschnitt 9.3 gewidmet.

Pressestimmen

Zur 1. Auflage:
(...) Fein gegliedertes Lehr- und Arbeitsbuch, in dem die wichtigsten Komponenten und Anwendungen fachkundig und detailliert vorgestellt werden. (...) von der Materialfülle her konkurrenzlos (...) ekz-Informationsdienst 44/06

Technik

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EAN: 9783834891211
Untertitel: Grundlagen - Komponenten - Systeme - Anwendungen. 2006. Auflage. Dateigröße in MByte: 37.
Verlag: Vieweg+Teubner Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2008
Seitenanzahl: xxx716
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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