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Interne Corporate Governance


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Dezember 2007

Beschreibung

Beschreibung

Christine Zöllner identifiziert die internen Corporate-Governance-Mechanismen Eigenkapitalstruktur, Kapitalstruktur, Aufsichtsgremien, Anreizsysteme sowie Transparenz und analysiert deren positive Wirkung auf Unternehmenswerte im Rahmen einer marktorientierten Unternehmensführung. Ergebnis ist die Entwicklung einer Typologie von Wachstums- und etablierten Unternehmen in unterschiedlichen wirtschaftlichen Situationen.

Inhaltsverzeichnis

Corporate-Governance-Systeme

Corporate Governance als Gegenstand theoretischer Erklärungsansätze

Interne Corporate-Governance-Mechanismen: Eigentümerstruktur, Kapitalstruktur, Aufsichtsgremien, Anreizsysteme, Transparenz

Typologie der Corporate Governance

Empfehlungen der Gestaltung interner Corporate-Governance-Mechanismen

Deutscher Corporate-Governance-Kodex

Portrait

Dr. Christine Zöllner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Alexander Bassen am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzierung/Investition der Universität Hamburg.

Leseprobe

1 Einführung (S. 1)

Die Problemstellungen des Corporate-Governance-Diskurses haben international und in Deutschland in den letzten Jahren sehr hohe Aufmerksamkeit erfahren. Die Thematik findet sich sowohl auf der Agenda von Politik, Wirtschaft, Medien und der allgemeinen Öffentlichkeit1 als auch als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.

Dort hat sich Corporate Governance von einem Spezialgebiet der akademischen Forschung zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt. Im Zentrum der ökonomischen Corporate- Governance-Forschung steht dabei die Trennung von Eigentum und Kontrolle bei börsennotierten Kapitalgesellschaften. Die aufgrund dieser Trennung entstehenden Informationsasymmetrien begründen bei vorliegenden Interessenkonflikten der Akteure und unvollständigen Verträgen Agency-Kosten.

Auslöser und Treiber dieser intensiven Entwicklung ist eine Vielzahl von Einflussfaktoren. Genannt werden bspw. die international fortschreitende Privatisierungswelle, zunehmende Fusionen und Übernahmen bzw. Umstrukturierungen der Unternehmen, internationale Deregulierungen und Integration der Kapitalmärkte, Finanzkrisen in Transformationsländern und der Zerfall sozialistischer Ökonomien sowie das Auftreten von Pensionsfonds und anderen aktiven Investoren.

Häufig jedoch wird die Entwicklung fokussiert als Reaktion auf beobachtbaren Machtmissbrauch des Managements, auf Unternehmenskrisen bzw. Zusammenbrüche betrachtet und so im Hinblick auf unterstellte fehlende soziale Verantwortung der Untenehmen diskutiert. Ergebnisse sind neue Regulierungen wie Gesetze, Standards oder Kodizes, welche zur Verbesserung der Corporate Governance initiiert und implementiert wurden. In Deutschland entstand aus der öffentlichen Diskussion der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK), welcher 2002 veröffentlicht wurde.

Ökonomische Legitimation für das gestiegene Interesse und die Ansätze zur Verbesserung der Corporate Governance
liefert die schwerpunktmäßig der Principal-Agent-Theorie folgende Generalthese, dass gute Corporate Governance durch sinkende Agency-Kosten den Unternehmenswert steigert bzw. Unternehmen mit guter Corporate Governance am Kapitalmarkt von Investoren eine bessere Bewertung erfahren.

Damit ergeben sich zum einen für Unternehmen - nicht nur im Kontext von Compliance sondern insbesondere im Rahmen wertorientierter Unternehmensführung relevante Gestaltungsmöglichkeiten durch die Verbesserung ihrer Corporate Governance. Zum anderen erweitert sich für Investoren die Zahl relevanter Unternehmensmerkmale, welche in ihre Entscheidungsprozesse einbezogen werden können.

1.1 Problemstellung

Dominierende theoretische Grundlage des Corporate-Governance-Diskurses ist die Neue Institutionenökönomik. Dabei stehen Principal-Agent-Ansätze im Vordergrund, welche Unsicherheit und Informationsasymmetrien berücksichtigen. Agency-Beziehungen entstehen, sobald ein Individuum von Handlungen eines Dritten abhängig ist. Bei unterstellter rationaler Nutzenmaximierung und unterschiedlichen Nutzenvorstellungen können sich aus Informationsasymmetrien in Verbindung mit Zielkonflikten und eigennützigem Verhalten Problemstellungen ergeben.

Hier ansetzend soll Corporate Governance Interessenkonflikte und Informationsvorteile des Managements gegenüber Eigentümern, Kontrollorganen und anderen Stakeholdern ausgleichen. Dieses wird notwendig, da Unsicherheit, Informationsasymmetrien und Interessendivergenzen bestehen. Damit sind Verträge zum Interessenausgleich unvollständig, da sie nicht alle zukünftigen Zustände der Welt kennen und somit regeln können. So wird es erforderlich, einzelne Gruppen durch Corporate Governance vor einem Fehlverhalten anderer zu schützen.

Juristische Lösungen können dabei Verantwortlichkeiten regeln, ökonomische Lösungen steuern Verhalten durch Anreizsysteme. Während im Rahmen der Property-Rights-Theorie der Trennung von Eigentu
m und Kontrolle auch positive Effekte zugeschrieben werden, da bspw. Spezialisierungsvorteile des Managements genutzt werden können, begründet mögliches opportunistisches Verhalten von Managern aus dem Blickwinkel der Principal-Agent-Theorie Agency-Kosten.

Diese können durch die Reduktion von Informationsasymmetrien oder Angleichung der Interessen von Manage- ment und Stakeholdern minimiert werden. Ein dadurch steigender Unternehmenswert liegt im Interesse aller Share- und Stakeholder. Guter" Corporate Governance wird somit ein positiver Einfluss auf den Unternehmenswert zugeschrieben.

Technik

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EAN: 9783835054448
Untertitel: Entwicklung einer Typologie. 2008. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 3.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Seitenanzahl: xviii361
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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