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Kontrolle von Beteiligungen als Aufgabe des Controllings


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November 2007

Beschreibung

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Markus Eckey rückt die erfolgreiche Gestaltung der Kontrolle von Beteiligungen durch das institutionalisierte Controlling in den Mittelpunkt seiner Untersuchung. Er leitet Gestaltungsparameter ab und überprüft sie auf ihre Erfolgs- und Kontextabhängigkeit hin empirisch. Er erklärt 67 bzw. 44 Prozent der Varianz der Erfolgsvariablen Effektivität und Effizienz der Kontrolle und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu einem besseren Verständnis der Erfolgsfaktoren im Beteiligungscontrollling.

Inhaltsverzeichnis

Ableitung kontrollerfolgsmaximierender Parameter
Determinanten der Kontrolle von Beteiligungen
Operationalisierung des Forschungsmodells
Methodische Konzeption der Untersuchung

Portrait

Dr. Markus Eckey promovierte bei Prof. Dr. Utz Schäffer am Lehrstuhl für Controlling der European Business School (ebs) in Oestrich-Winkel. Er ist im Bereich Konzernentwicklung einer großen deutschen Bank tätig.

Leseprobe

A Einführung (S. 1)

1. Motivation und Zielsetzung

Fragen der Steuerung von Beteiligungen haben aufgrund der wichtigen Rolle von Konzernen in der Praxis marktwirtschaftlicher Wirtschaftssysteme hohe Relevanz. Schätzungen zufolge sind bei weiter steigender Tendenz rund 90% der Aktiengesellschaften und knapp die Hälfte der Gesellschaften mit beschränkter Haftung in Deutschland konzernverbunden. Insbesondere die Bedeutung der im Rahmen dieser Arbeit betrachteten Management-Holding hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Diese ist idealtypisch durch die Übernahme strategischer Aufgaben durch die Holding charakterisiert, während die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des operativen Geschäfts weitgehend in den Aufgabenbereich der Tochtergesellschaften fällt.

Management-Holdings werden in der Literatur insbesondere zur Steuerung von Konzernuntemehmen mit heterogenem, in der Regel horizontal diversifiziertem Leistungsprogramm empfohlen. Da in der Konzernspitze nur schwerlich für jede Branche ausreichend spezifisches Wissen vorgehalten werden kann, liegen häufig hohe Wissensdefizite bei den Akteuren in der Holding vor. Dennoch wird dem Management in der Muttergesellschaft die Aufgabe der strategischen Steuerung der Tochtergesellschaften überantwortet. Es wird dabei durch das institutionalisierte Beteiligungscontrolling unterstützt.

Im Rahmen der Aktivitäten des Beteiligungscontrollings kommt der Kontrolle eine zentrale Bedeutung zu: So zeigt die empirische Studie von BORCHERS/TREBES ZU den Aufgaben von Beteiligungscontrollern, dass die Kontrolle mit 60% die am häufigsten genannte Aufgabe von Beteiligungscontrollern ist."" Die betriebswirtschaftliche Literatur zum Beteiligungscontrolling behandelt die Kontrolle von Beteiligungen dabei oftmals als ein formalisiertes System zur Überwachung dezentraler Einheiten mittels wertorientierter Kennziffern.

In diesem engen Kontrollverständnis
ist das Beteiligungscontrolling mit der Tatsache konfrontiert, dass der Begriff der Kontrolle in der betriebswirtschaftlichen Literatur zumeist negativ belegt ist und mit enger Überwachung bzw. Herrschaftssicherung assoziiert wird. In der vorliegenden Arbeit wird davon ausgegangen, dass eine solche Sicht der Kontrolle zu kurz greift. Die Kontrolle von Beteiligungen wird vielmehr als spezifischer Lernprozess interpretiert, in dessen Rahmen nicht nur den zugrunde liegenden Instrumenten und Systemen, sondern auch der Interaktion zwischen den Akteuren von Mutter- und Tochtergesellschaft hohe Bedeutung zukommt."

Ein Blick in die Literatur zeigt, dass die erfolgreiche Gestaltung der Kontrolle von Beteiligungen in börsennotierten Management-Holdings durch das Controlling bislang nur rudimentär behandelt wurde. Lediglich die Arbeit von LITTKEMANN stellt empirisch einen Bezug zwischen der Gestaltung des Beteiligungscontrollings und seiner Effizienz her. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sich vorhandene Ineffizienzen in erster Linie auf erhebliche Schnittstellenprobleme zurückfuhren lassen und dass sich ein effizientes Beteiligungscontrolling vornehmlich durch den simultanen Einsatz von strukturellen und personellen bzw. technokratischen Steuerungsinstrumenten auszeichnet.

Weiterführende Erkenntnisse liegen noch nicht vor. Es herrscht insofern eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen höher praktischer Relevanz einerseits und vergleichsweise geringern theoretischen Aufarbeitungs- und Durchdringungsgrad andererseits. Ausgehend von diesem Forschungsdefizit besteht die grundlegende Zielsetzung der vorliegenden Arbeit in der Ableitung und Überprüfung von Strategien zur Maximierung des Erfolgs der Kontrolle von Beteiligungen in börsennotierten Management- Holdings. Aus dieser umfassenden Zielsetzung lassen sich mehrere Einzelziele ableiten:

1. Bislang ist über den Stand der Kontrolle von Beteiligungen nur wenig bekannt. Insbesondere existieren kaum empirische Erke
nntnisse darüber, wie die Kontrolle in börsennotierten Management-Holdings ausgestaltet ist. Vor diesem Hintergrund zielt die erste Forschungsfrage auf eine empirische Bestandsaufnahme der Kontrolle von Mehrheitsbeteiligungen in börsennotierten Management-Holdings aus der Perspektive des institutionalisierten Beteiligungscontrollings. Dies tragt zu einem Vorverständnis des Untersuchungsgegenstandes bei. Die erste Forschungsfrage lautet somit:

Wie ist die Kontrolle von Beteiligungen in börsennotierten Management-Holdings ausgestaltet?

Technik

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EAN: 9783835090088
Untertitel: Bestandsaufnahme, Determinanten, Erfolgsauswirkungen. 2006. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 13.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: November 2007
Seitenanzahl: xvii269
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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