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Change Management - Widerstände gegen Wandel


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Oktober 2007

Beschreibung

Beschreibung

Arnaldo Cacaci rückt die Widerstände gegen Veränderungen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen. Die zentrale Frage lautet: Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit, dass entwicklungshemmende Widerstände gegen geplanten Wandel auftreten, auf ein Minimum reduzieren? Sein Präventionskonzept basiert auf einer interdisziplinären Analogiebildung, die sich dreier Disziplinen der Medizin bedient, nämlich der Genetik, der Anti-Aging- und der Immunforschung.

Inhaltsverzeichnis

"Stabilität" versus "Wandel" oder das darwinistische Prinzip der Märkte

Das Antlitz der Resistenz

Einflussfaktoren des Wandels

Determinanten der Handhabung von Widerständen

Die professionelle "Change-Arena": ein System der Prävention

Portrait

Dr. Arnaldo Cacaci promovierte bei Prof. Dr. Hans A. Wüthrich am Lehrstuhl für Internationales Management der Universität der Bundeswehr München. Er ist derzeit als Geschäftsbereichsleiter bei der Deutsche Papier Vertriebs GmbH, einem Unternehmen der PaperlinX Gruppe (Australien), tätig.

Leseprobe

1. Stabilität" versus Wandel" - oder - Das darwinistische Prinzip der Märkte (S. 1)

Alles Leben steht unter dem Paradox, dass wenn es beim alien bleiben soil, es nicht beim alien bleiben darf. "

Franz von Baader

Denkt man zurück an seine Kindheit, so erinnert man sich vielleicht an jenen Tag oder Moment, welcher ohne Zweifel für jedes kleine Kind - sofern es ihm widerfahren ist - eine Art Apokalypse" bedeutete: der Umzug - in einen anderen Teil der Stadt, in eine neue Stadt oder gar in ein fremdes Land. Was wird aus den Freunden, wie werden die neuen Lehrer sein und die neuen Schulkameraden, wie wird das Leben sich verändern? Wird man sich behaupten können bei den neuen Kindern? Werden sie mich akzeptieren?

Noch erheblich gravierender als der erste Umzug, der die bisherigen sozialen Kontakte und Strukturen bei Kindern in Frage stellt oder zerstört, ist etwa die Trenniung der Eltem oder gar der Tod der Mutter oder des Vaters. Das Leben ändert sich überraschend, oftmals derart, dass im Augenblick der Aufnahme der unheilvollen Nachricht der eigentliche Gehalt dessen, was nun unwiderrufliche Realität geworden ist, das Bewusstsein als irreal betrachtet. Alles, was bislang als wichtig galt, wird plotzlich unbedeutend. All das, was gesichert war, wirkt haltlos. Als Schicksal oder den natürlichen Lauf der Dinge" mögen und können Kinder solche Erfahrungen nicht verstehen.

Diese Änderungen im normalen Alltag, vermag man sie auch zu erklären und begreiflich zu machen, sind jedoch die ersten Berührungen mit der ,,Unbeständigkeit mit dem Wandel". Ohne Frage prägen solche negativen Erfahrungen mit der Veränderung die individuelle Denkweise bereits in frühen Jahren. Die erlebte Sicherheit der Vergangenheit wird ersetzt durch Angst und die Unbestimmtheit der Zukunft. Ähnliches konstatiert Diamond:

Individual resistance to change begins with childhood experience. Psychological defences agains
t anxiety emerge from the infants earliest dependency on and attachment to the mother. These individual defensive actions protect the self from the unpleasant experience of anxiety. [...] Psychological defences fijrther influence ones attitudes and feelings about change during early childhood and the juvenile years where parents and authority figures begin educating the child in appropriate patterns of behaviour prescribed by contemporary Western culture."

Die Angst vor dieser Ungewissheit schürt den Drang, das Verlangen nach Stabilität, Vorhersehbarem und Berechenbarem. Nur was man kennt bzw. erkennt, glaubt man auch bewältigen zu können. Stabilität erlaubt das Erkennen einer geregelten Zukunft" und negiert bzw. minimiert damit die Unsicherheit. Die Beherrschbarkeit der Umwelt, welche als solche Gefahren birgt, sichert das Überleben. Und eben dieses Überleben ist der natürliche, biologische Trieb eines jeden Individuums oder einer Gemeinschaft, welche jedoch wiederum nur als eine Summe von Individuen beschrieben wird.

Die Stabilität der Umwelt, gleich welche man charakterisiert, lässt sich stets als Gleichgewicht oder als eine Summe von Gleichgewichten verstehen, die etwäige Veränderungen in irgendeiner Art und Weise kompensieren oder absorbieren. Das Verständnis dieser Gleichgewichte, welche scheinbar die Umwelt konkretisieren, oder die Kenntnis jener Kräfte, die in der Lage sind, den Stabilitätszustand zu gefährden und damit eine unter Umständen schlechtere Ausgangslage herbeizuführen, ist häufig das Ziel wissenschaftlicher Forschung.

Technik

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EAN: 9783835090811
Untertitel: Plädoyer für ein System der Prävention. 2006. Auflage. Dateigröße in MByte: 15.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2007
Seitenanzahl: xix267
Format: pdf eBook
Kopierschutz: Adobe DRM
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