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Die Wirkung von Vertrauen auf die Ex-Post-Transaktionskosten in Kooperation und Hierarchie


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Dezember 2007

Beschreibung

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Vertrauen gilt als ein wichtiger Faktor für die Senkung von Transaktionskosten. Alexandra Matthes untersucht die Wirkung von Vertrauen auf die Qualität der Zusammenarbeit in unterschiedlichen Governance-Strukturen.

Inhaltsverzeichnis

Transaktionskostentheorie und Vertrauen

Wirkung von Vertrauen auf die Transaktionskosten

Empirische Untersuchung

Implikationen für Forschung und Praxis

Portrait

Dr. Alexandra Matthes promovierte bei Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber am Lehrstuhl für Controlling und Telekommunikation der WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar. Sie ist im Bereich Konzerncontrolling und Strategie der Bertelsmann AG tätig.

Leseprobe

1 Einleitung (S. 1)

"The difficulty [of quantifying transaction costs], however, is mitigated by the fact that transaction costs are always assessed in a comparative institutional way, in which one mode of contracting is compared with another. Accordingly, it is the difference between rather than the absolute magnitude of transaction costs that matters."

1.1 Ausgangspunkt

Die wachsende Spezialisierung und eine daraus resultierende verstärkte Arbeitsteilung führen zu einem Bedeutungszuwachs der Transaktionskosten. Ihre Höhe übersteigt nach neueren Berechnungen 60% der Gesamtkosten. Dadurch gewinnt die Frage nach den Möglichkeiten zur Senkung der Transaktionskosten immer mehr an Gewicht. Die Beantwortung dieser Frage hat sich die Transaktionskostentheorie zur Aufgabe gemacht. Ihr Ziel ist die Identifikation und Analyse von Institutionen, die eine kostenminimale Transaktion ermöglichen.

Gleichzeitig führt die steigende Spezialisierung zu einer Vervielfachung des in der Gesellschaft vorhandenen Wissens. Aufgrund der Zunahme der Wissensbasis wächst für die Unternehmen die Komplexität und sinkt die Möglichkeit zur Kontrolle. Daduch vermindert sich das Potential traditioneller Kontrollinstitutionen, die Transaktionskosten zu reduzieren. Alternative Institutionen müssen thematisiert werden, die die Transaktionskosten trotz geringerer Kontrollmöglichkeiten senken können.

Eine (prominente) Institution, die ohne die Notwendigkeit zur Kontrolle auskommt, ist Vertrauen. Als Ausgangspunkt der Überlegungen kann Luhmanns These gelten: Vertrauen ist ein Mechanismus zur Reduktion der sozialen Komplexität. Diese Komplexität und die häufig damit einhergehenden steigenden Transaktionskosten finden sich in der heutigen betriebswirtschaftlichen Welt in einem Maße, das, als Luhmann diese Zeilen schrieb, kaum vorstellbar war. Durch neue Kommunikationsmedien erweitern sich die Möglichkeiten zum
Wissensaustausch.

Gleichzeitig treibt die fortschreitende Globalisierung eine räumliche Komplexität voran, und die Konzentration auf Kernkompetenzen führt zum Fremdbezug immer komplexerer und schwerer kontrollierbarer Fertigungsprodukte. Die betriebswirtschaftliche Praxis begegnet diesen Phänomenen mit der Entwicklung neuer hybrider Organisationsformen.

Die Transaktionskostentheorie sieht in der Wahl der Organisationsform eine wichtige Governance- Entscheidung, die weit reichende Konsequenzen für die Höhe der Transaktionskosten hat. Diese Konsequenzen ergeben sich aufgrund der Annahme, dass das Verhalten der Menschen innerhalb einer Organisation besser gesteuert werden kann als organisationsübergreifend. Dieser Annahme liegt die grundlegende Reorientierung des Menschenbildes innerhalb der ökonomischen Forschung zugrunde.

Der homo oeconomicus ist noch perfekt rational und vollständig informiert. Komplexität existiert für ihn nicht, die Zukunft ist vorhersehbar. Die Wahl der Organisationsform ist für ihn irrelevant. Doch durch die Integration von begrenzter Rationalität in die ökonomische Theorie unter Beibehaltung der Annahme strenger Eigennutzmaximierung steigt die Komplexität für den Akteur. Die Zukunft wird unsicher und auch so wahrgenommen. Um mit dieser Unsicherheit umzugehen und die Kontingenz der Möglichkeiten im Handeln der anderen Akteure wieder zu reduzieren, ist Vertrauen ein möglicher Mechanismus.

Vertrauen hat in den letzten beiden Jahrzehnten sowohl durch die Praxis als auch durch die ökonomische, soziologische und sozialpsychologische Forschung zunehmende Aufmerksamkeit erfahren. Trotz der intensiven Beschäftigung haben sich bisher jedoch weder ein einheitliches Verständnis des Phänomens Vertrauen noch geschlossene Erklärungsmuster herausgebildet. Eine Theorie des Vertrauens existiert nicht. Zwar gibt es bereits einige Meta-Studien zur Vertrauensforschung, doch ist auch aufgrund der Breite der Forschungsrichtungen und -fra
gen kein einheitliches Bild zu erkennen.

Die Vielfältigkeit im Verständnis von Vertrauen resultiert aus den zahlreichen Disziplinen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Im ökonomischen Kontext sind vielfach theoretische Schwächen der Vertrauensforschung zu erkennen, die häufig in einer Kombination der unterschiedlichen Sozialwissenschaften und deren Theorien mit gegensätzlichen Annahmen liegen.

Technik

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EAN: 9783835054721
Untertitel: 2008. Auflage. eBook. Dateigröße in MByte: 2.
Verlag: Deutscher Universitätsverlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Seitenanzahl: xxv233
Format: pdf eBook
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