EBOOK

Eine philosophische Exkursion


€ 24,90
 
kartoniert
Sofort lieferbar
Dezember 2008

Beschreibung

Beschreibung

In der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart lässt sich derzeit vermehrt eine Hinwendung zur Thematik historischer Entdeckungsreisen beobachten. Ein Beispiel hierfür ist Thomas Stangls 2004 veröffentlichter Roman Der einzige Ort. Trotz sehr positiver Resonanz in der Literaturkritik ist es um Stangls Buch in der Literaturwissenschaft bisher vergleichsweise ruhig geblieben. Dem sucht die vorliegende quellenkritische Untersuchung entgegenzuwirken. Eine Lektüre im Kontext von Poststrukturalismus und Postkolonialismus zeigt, dass Thomas Stangls Der einzige Ort bis in die Feinstrukturen hinein nach poststrukturalistischen Mustern funktioniert. So lässt sich bereits die erste Seite als rhizomatischer Konsistenzplan im Sinne Deleuzes und Guattaris lesen. Die poststrukturalistischen Bau- und Bewegungsprinzipien wirken sich auch auf die Figurengestaltung aus: An die Stelle von festen, bestimmbaren Identitäten treten prozesshafte Biographien und ständig sich verändernde Identitätszustände. Die poststrukturalistischen Bewegungsprinzipien weisen so zeigt sich eine große Affinität zu den Bewegungen des Reisens auf. Über-, Grenz- und Randgänge gehören zu den grundlegenden Konstituenten sowohl des Reisens als auch des poststrukturalistischen Denkens. Die langsame Durchquerung eines Gebietes sowohl in geographischer als auch in philosophischer Hinsicht, die Suche nach blinden Flecken sowohl auf der Landkarte als auch innerhalb einer etablierten Theorie verbindet die beiden Bereiche miteinander.
EAN: 9783828897984
ISBN: 3828897983
Untertitel: Poststrukturalistische (Denk-)Muster in Thomas Stangls "Der einzige Ort". 'Literatur - Kultur - Text'.
Verlag: Tectum Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2008
Seitenanzahl: 114 Seiten
Format: kartoniert
Es gibt zu diesem Artikel noch keine Bewertungen.Kundenbewertung schreiben